Ärzte Zeitung, 14.12.2004

Fernsehen zeichnet ein ungünstiges Bild der Ernährung

Die Themen Kochen, Essen und Trinken nehmen einen großen Raum in Fernsehprogrammen ein, tragen aber zu wenig zur Aufklärung über gesunde Ernährung bei. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, das von der Universität Erfurt jetzt vorgestellt worden ist.

Die Studie ergab, daß das Thema Ernährung in etwa zwölf Prozent der Sendezeit direkt oder am Rande der Handlung eine Rolle spielt. Für das Projekt, bei dem es um Darstellung und Wirkung von Ernährungsinformationen ging, seien 1344 Programmstunden der acht reichweitenstärksten deutschen Fernsehsender ausgewertet worden.

"Das Bild von Ernährung, das das Fernsehen vermittelt, ist dabei denkbar ungünstig", resümierten die Kommunikationswissenschaftler. Ein Viertel der gezeigten Lebensmittel seien Süßigkeiten oder fetthaltige Snacks, 16 Prozent alkoholische Getränke. (dpa)

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.uni-erfurt.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »