Ärzte Zeitung, 11.01.2005

Arzneispenden im Wert von 100 Millionen Dollar

BERLIN (HL). Die im Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) zusammengeschlossenen Firmen und ihre Muttergesellschaften haben in den beiden ersten Wochen nach der Flutkatastrophe in Südostasien Arzneimittel und Sachspenden im Wert von über 100 Millionen Dollar bereitgestellt.

Die Arzneimittelhersteller arbeiten dabei eng mit den vor Ort tätigen Hilfsorganisationen zusammen, erklärte Cornelia Yzer, die Hauptgeschäftsführerin des VFA in Berlin. Die Unternehmen stellen vor allem Antibiotika sowie Medikamente gegen Durchfallerkrankungen und Impfstoffe gegen Typhus, Hepatitis A, Tetanus und andere Infektionskrankheiten zur Verfügung. Sie liefern ferner Testsätze zur Kontrolle der Wasserqualität, Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung sowie Decken und Kleidung in die Krisenregionen.

Neben den Sachspenden geben die Pharmaunternehmen aber auch Geld. Allein in den ersten 14 Tagen nach der Katastrophe ist eine Summe von 40 Millionen Dollar zusammengekommen.

Hilfe leisten die Unternehmen auch durch ihre Niederlassungen vor Ort. Dabei wird an Programmen zum Wiederaufbau gearbeitet. Einige der Arzneimittelspenden aus Deutschland werden vom German Pharma Health Fund koordiniert. Diese Organisation fördert seit 1985 neben der Koordination von Sachspenden auch Projekte zur Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern.

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