Ärzte Zeitung, 18.01.2005

BUCHTIP

Informatives rund ums Fett

Unterhaltsames und Informatives über fette Lügen und mehrfach gesättigte Versprechungen verspricht Ulrike Gonder in ihrem Buch "FETT!". Darin räumt die Ernährungswissenschaftlerin auf mit der pauschalen Verurteilung von Fett als dem ultimativen Dickmacher.

Sie geht etwa Aussagen gezielt auf den Grund, wie der, daß dicke Menschen zu dick sind, weil sie zu fett essen oder daß fettes Essen Schuld an Herzinfarkt und Schlaganfall ist. Sie erläutert auch die Bedeutung von Fett in der Evolution, welche Vielzahl von Fetten und Fettsäuren es gibt und warum Fett sogar wichtig ist.

Ihr Fazit: Kein Mensch braucht ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er Butter auf dem Brot, ein Stück Fleisch in der Pfanne oder Sahne in der Nudelsoße haben will. Denn dick wird nur, wer generell zuviel ißt und sich zu wenig bewegt. Dabei ist egal woher die Kalorien stammen.

Insgesamt gibt Gonders kein leeres Versprechen. FETT! ist wirklich ein Buch zum Thema Ernährung, das Spaß macht beim Lesen - selbst nach einigen Festtagen mit gutem Essen - weil es ohne erhobenen Zeigefinger auskommt und dennoch durch seine viele interessanten Aspekte zum Nachdenken über unsere Eßgewohnheiten anregt. (run)

Ulrike Gonder, FETT!, Hirzel Verlag 2004, 232 Seiten, kartoniert, 19 Abb. 17 Tab., 16,80 Euro, ISBN 3-7776-1292-8

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zeit für aggressive Maßnahmen

Viel Geschwätz, wenig Taten: Zeit für aggressive Weichenstellungen in der Diabetes-Prävention, meinen Fachleute. Sie fordern die Lebensmittel-Ampel und Steuern auf ungesunde Produkte. mehr »

Beim Thema Luftschadstoffe scheiden sich die Geister

Gesundheitliche Gefahren von Luftverschmutzung sehen Pneumologen vorrangig als ihr Thema an. Doch die Meinung der Fachärzte darüber ist nicht einhellig. Das zeigt sich auch im Vorfeld ihrer Fachtagung. mehr »

Patienten vertrauen auf Online-Bewertungen

In welche Praxis soll ich gehen? Ihre Entscheidung fällen Patienten zunehmend anhand von Online-Bewertungen – eine Chance für Ärzte, so eine neue Studie. mehr »