Ärzte Zeitung, 17.02.2005

Die Wiege der Menschheit liegt in Äthiopien

NAIROBI/LONDON (dpa). Äthiopien gilt zu Recht als Wiege der Menschheit. Das haben neue Analysen belegt, die zwei menschliche Schädel auf ein Alter von knapp 200 000 Jahre datieren. Die Überreste der beiden Urmenschen, die nach der Fundstelle "Omo I" und "Omo II" genannt werden, seien damit die ältesten bekannten Fossilien der Art Homo sapiens, berichten Ian McDougall von der Australischen National- Universität in Canberra und Kollegen im britischen Fachjournal "Nature" (433, 2005, 733), das heute erscheint.

Bislang war das Alter der bereits Ende der 60er Jahre im Süden Äthiopiens gefundenen Schädel umstritten, da einer von beiden weiter entwickelte Züge aufweist. Doch eine Analyse der Bodenschicht, in der die Schädel gefunden wurden, hat ihr hohes Alter nun weitgehend bestätigt. Allerdings können die Forscher nach eigenen Angaben noch nicht ganz ausschließen, daß die Schädel möglicherweise erst etwa 100 000 Jahre alt sind.

Topics
Schlagworte
Panorama (30363)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »

Ein Wettbewerbsverbot ohne Entschädigung ist ungültig

Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung? Das geht nicht, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Ist das im Arbeitsvertrag dennoch so vorgesehen, können Arbeitnehmer nachträglich aber kein Geld einklagen. mehr »