Ärzte Zeitung, 06.05.2005

Flaute im Bett? Online-Test hilft!

Studie vorgestellt: Sexuelle Wünsche werden gern erfüllt, wenn sie denn bekannt sind

DRESDEN (ag). Viele Menschen würden die sexuellen Wünsche ihres Partners gerne erfüllen - wenn sie sie denn kennten. Wie das Internet hier helfen kann, beschreiben Ergebnisse einer aktuellen Studie des Instituts für Psychologie der Universität Göttingen.

Unter dem Titel "Wenig Aufwand, viel Nutzen" ist die Studie, die im Rahmen des Göttinger Projekts Theratalk initiiert wurde, auf dem 23. Symposium der Fachgruppe Klinische Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie jetzt in Dresden vorgestellt worden.

Durch einen Online-Partnerschaftstest finden beide Partner unerfüllte sexuelle Wünsche heraus, die der andere gern erfüllen würde. Etwa 36 bis 40 Prozent der sexuellen Wünsche von Männern und Frauen werden nur deshalb nicht erfüllt, weil der Partner diese Wünsche gar nicht kennt. Würde er sie kennen, würde er sie aber gern erfüllen. Diese Wünsche macht der Partnerschaftstest sichtbar, ohne daß im persönlichen Gespräch erst eine hohe Schamgrenze überwunden werden muß.

An der aktuellen Studie nahmen 297 sexuell unzufriedene Männer und Frauen teil, die jeweils etwa 70 Minuten benötigten, um den Partnerschaftstest "Sexuelle Wünsche" im Internet zu bearbeiten.

Sechs Wochen später wurden die Teilnehmer noch einmal befragt. 63 Prozent der Männer und 66 Prozent der Frauen berichteten über eine deutlich gesteigerte sexuelle Zufriedenheit. Beide Geschlechter fühlten sich nach dem Test von ihren Partnern auf sexuellem Gebiet besser verstanden. Auch die Kommunikation über Sex verbesserte sich.

Der Partnerschaftstest "Sexuelle Wünsche" steht im Internet unter www.theratalk.de/partnerschaftstest.html öffentlich zur Verfügung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »