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Eine Fundgrube für unentdeckte Musikschätze

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Er war eine schillernde Gestalt an der Wall Street: Michael Milken galt als findiger und innovativer Finanzinvestor in der New Economy der neunziger Jahre.

Wegen angeblicher Insidergeschäfte mußte der Millionär 22 Monate hinter Gitter. Heute macht Milken vor allem als großzügiger Mäzen Schlagzeilen. Etwa 750 Millionen Dollar hat die Milken-Familienstiftung für Forschung und Bildung, Kunst und Kultur in den vergangenen zwei Jahrzehnten ausgegeben - darunter auch für eine Herzensangelegenheit: das Archiv für die jüdische Musik der USA.

Seit 1990 trägt das von Michaels Bruder Lowell gegründete "Milken Archive of American Jewish Music" Tondokumente und Partituren zusammen - vom jiddischen Gesang bis zu Oper und Sinfonie. Es sind Kompositionen aus dem jüdischen Leben in Amerika - Lieder der ersten Einwanderer im 17. Jahrhundert bis zu Werken emigrierter Musiker.

Das Label Naxos veröffentlicht jetzt in einer großen Edition 50 CDs mit mehr als 600 Werken von etwa 200 Komponisten. Zu ihnen zählen Vergessene wie Joseph Achron (1886 bis 1943) - für Arnold Schönberg einer der "am meisten unterschätzten Komponisten". Oder Abraham Ellstein (1907 bis 1963), der mit seinen Songs zu den Pionieren des amerikanisch-jüdischen Musiktheaters zählt und Mitbegründer der Musical-Tradition des Broadway war.

Die Serie ist eine Fundgrube für bis heute unentdeckte oder wenig beachtete Musikschätze. Der leitende Produzent Paul Schwendener nennt das Archiv "ein Entdeckungsprojekt". Fast alle Aufnahmen seien eigens für die Serie entstanden, unter anderem mit Spitzenensembles wie die Academy of St. Martin in the Fields, die Wiener Sängerknaben und das Julliard Quartett. Zu den aufsehenerregenden Aufnahmen gehört die Ersteinspielung von Kurt Weills Oper "The Eternal Road". (dpa)

Infos im Internet unter: www.milkenarchive.org und www.naxos.de

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