Ärzte Zeitung, 05.10.2005

Warum gibt es Sex? Und welche Rolle spielt der Zufall?

"Wege des Lebens" - das Deutsche Hygiene-Museum Dresden widmet sich in einer Sonderausstellung der Evolution

Höherentwicklung: die Gehirne von Elefant, Pferd, Schimpanse, Fleckenhyäne, Nilkrokodil, Beo und Fledermaus (von links). Fotos: Brandt, Kreidler, Hygiene-Museum

Von Brigitte Düring

Zebralook: das Plakat zur Dresdener Ausstellung "Evolution. Wege des Lebens".

Sackgasse der Evolution: die Büste eines Neandertalers. Ein Part der Ausstellung befaßt sich mit der Evolution des Menschen.

In der neuen Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden "Evolution. Wege des Lebens" können Besucher dem Geheimnis des Lebens nachspüren. Die Ausstellung bietet faszinierende Einblicke in die moderne Evolutionsforschung, und sie zeigt die Auswirkungen der Evolution auf den Menschen, die Gesellschaft und das Leben auf unserem Planeten.

Als Charles Darwin vor etwa 150 Jahren seine Lehre von der Evolution des Lebens veröffentlichte, revolutionierte er das traditionelle Bild vom Menschen als Krone der Schöpfung und definierte seinen Platz in der Natur neu.

Der Prolog der Ausstellung zeigt, welche Ideen aus Wissenschaft und Kultur Darwin prägten, auf welchen Fundamenten er seine bahnbrechende Theorie aufbaute und warum er als Begründer der Evolution gilt.

Im Abschnitt "Treibende Kräfte der Evolution" beschreibt die Ausstellung auf spielerische Weise die wichtigsten Mechanismen und Rätsel der Evolution: Warum gibt es Sex? Wie entsteht etwas Neues? Welche Rolle spielt der Zufall?

Danach steht die Entstehung des Menschen im Mittelpunkt, der in der Milliarden Jahre alten Geschichte des Lebens "erst in letzter Minute auftaucht", wie Projektleiterin Colleen M. Schmitz erklärt.

Mit dem Menschen nimmt die Evolution einen neuen Kurs, er greift direkt in das evolutionäre Geschehen ein. Heute etwa mit der Gentechnik oder indem er durch seine Mobilität neue Ausbreitungswege für Krankheitserreger schafft. Dieser Abschnitt regt an, über die Folgen des menschlichen Tuns nachzudenken.

Die Sonderausstellung läuft bis 23. Juli 2006. Das Veranstaltungsprogramm greift eine Reihe der angesprochenen Themen auf.

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