Ärzte Zeitung, 06.03.2006

200 000 Flüchtlinge an Grenze zwischen Tschad und Sudan

Das Flüchtlingsproblem in der sudanesischen Krisenregion Darfur verschärft sich weiter. Immer mehr Menschen aus Tschad suchen jenseits der Grenze in Sudan Zuflucht, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk mitteilt. Die Flüchtlingsströme in beide Richtungen über die Grenze seien ein weiterer Beleg für die anhaltende Unsicherheit in der Region.

Derzeit hielten sich etwa 200 000 sudanesische Flüchtlinge in Lagern auf Seite des Tschad auf. Zudem gebe es im Westen Darfurs neue Lager mit bis zu 10 000 Flüchtlingen, die zum Teil aus dem Tschad stammten. Diese Lager seien nach Gefechten zwischen tschadischen Rebellen und der Regierungsarmee in der Stadt Adre im Dezember entstanden.

Der Darfur-Konflikt war Anfang 2003 ausgebrochen, als die sudanesische Regierung mit Hilfe verbündeter Milizen einen Aufstand niederschlagen wollte. Seitdem sind mindestens zwei Millionen Menschen, vor allem Angehörige der schwarzafrikanischen Stämme, aus ihren Dörfern geflohen. Schon vor Monaten hatten Hilfsorganisationen die Zahl der Toten auf etwa 300 000 geschätzt. (dpa)

Topics
Schlagworte
Panorama (30488)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »