Ärzte Zeitung, 08.05.2006

Mikro-CT für Arzneiforscher

Maus-Embryo im CT. Foto: David Weinstein, Charles Keller, Ali Bahadur.

SAN ANTONIO (ple). US-Forscher haben eine Methode entwickelt, mit der sich in der pharmakologischen Forschung Tierembryonen virtuell histologisch analysieren lassen.

Dabei werden die Embryonen mit einer Osmium-Verbindung gefärbt, die sich in lipidhaltigem Gewebe anreichert. Formalinfixiert werden sie anschließend mit einem Mikro-Computertomographen in allen Ebenen aufgenommen. Ein Computer setzt dann die gewonnenen Daten zu einem 3D-Bild zusammen.

Wie in der Histologie lassen sich dabei verschiedene Schnitt-Ebenen virtuell darstellen. Je nach Auflösung - möglich sind 6 bis 27 µm - kann man bis zu 120 Maus-Embryonen auf einmal scannen (PLoS Genetics 2/4, 2006, e61).

Nach Ansicht der Forscher läßt sich mit der Methode die Wirkung neuer Medikamente auf die Embryonalentwicklung schneller und kostengünstiger prüfen als bisher.

Topics
Schlagworte
Panorama (30361)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »