Ärzte Zeitung, 12.06.2006

WM-SPLITTER

Rote Karte bleibt meist wirkungslos

Die Vermutung, daß eine Rote Karte während eines Fußball-Spiels die dezimierte Mannschaft erst recht beflügelt, ist aus Sicht von Ökonomen meist nur Legende. Einer aktuellen Analyse zufolge konnte bei den Fußball-Weltmeisterschaften seit 1930 lediglich in 16 Prozent der Fälle das betroffene Team nach einem Platzverweis das Ergebnis verbessern.

Wie es in einer neuen Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung heißt, verschlechterte sich nach einer Roten Karte die betroffene Mannschaft in 20 Prozent der Fälle. Zu fast zwei Dritteln gab es der Berechnung zufolge nach der Roten Karte keine Ergebnisänderung mehr. (dpa)

Topics
Schlagworte
Panorama (30661)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »