Ärzte Zeitung, 02.05.2008

"Stoppt Gewalt gegen Kinder"

Plakate, Postkarten, Zeitungsanzeigen: Sachsen startet Kampagne zum Kinderschutz

DRESDEN (dür). Eine neue Aktion soll in Sachsen dazu beitragen, Fälle von Gewalt und Vernachlässigung von Kindern künftig zu verhindern.

 "Stoppt Gewalt gegen Kinder"

Kinderschutz ist das Ziel einer Plakataktion in Sachsen.

Foto: Sozialministerium

"Sie achten auf Ihr Auto und Ihren Hund. Und auf die Nachbarskinder?" - solche provokanten Fragen von Plakatwänden herab, verbunden mit der Aufforderung "Stoppt Gewalt gegen Kinder!", sollen in Sachsen die Menschen sensibilisieren, genauer bei Kindern in ihrem unmittelbaren Umfeld hinzuschauen. Im Lauf des Jahres wird die Plakataktion noch um Postkarten und Zeitungsanzeigen ergänzt, kündigte Gesundheitsministerin Helma Orosz beim Start der Öffentlichkeitskampagne an. Damit sei jedoch nicht beabsichtigt, zur Denunziation aufzurufen, betonte sie.

Es gehe vielmehr darum, bei Kindeswohlgefährdungen nicht wegzuschauen und Wege aufzuzeigen, was der Einzelne tun kann, wenn es in der eigenen Umgebung Hinweise auf Gewalt gegen Kinder gibt, so die Gesundheitsministerin. Kinderschutz "ist ein Anliegen, das nicht nur Aufgabe der staatlichen Gemeinschaft ist, sondern jeden von uns angeht", appellierte Orosz. Ihr Ministerium ist zusammen mit vielen Partnern derzeit dabei, ein dichteres und qualifiziertes Netzwerk für den Schutz von Kindern vor Misshandlung und Gewalt zu knüpfen.

Gleichzeitig mit dem Start der Plakataktion schaltete sie den Internetauftritt "Netzwerke für Kinderschutz Sachsen" frei. Auf der Website können sich professionelle Helfer und auch Laien über die Landesprojekte informieren.

www.netzwerke-fuer-kinderschutz-sachsen.de/ und www.nfksachsen.de

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