Ärzte Zeitung, 30.06.2008

Lotsen helfen Migranten im GKV-System

KIEL (di). 73 Menschen ausländischer Herkunft haben sich in Schleswig-Holstein zum Gesundheitslotsen im Projekt "Mit Migranten für Migranten" (MiMi) ausbilden lassen.

Etwa 1000 Bürger haben sich seit dem Start im April 2007 im Norden informiert. "Die interkulturellen Gesundheitslotsen haben erreicht, dass den gesundheitlichen Belangen von Ausländern mehr Aufmerksamkeit im Krankenhaus, im Gesundheitsamt, in der Arztpraxis und in Beratungsstellen geschenkt wird", sagte Ramazan Salman vom Ethno-Medizinischen Zentrum Hannover, das das MiMi-Projekt unterstützt.

Anlässlich der Verleihung der Ausbildungszertifikate an die Gesundheitslotsen im schleswig-holsteinischen Sozialministerium betonte er, dass die Migranten auch selbst mehr Verantwortung übernehmen müssten.

Hintergrund des auch in auch in anderen Bundesländern laufenden Projektes ist das oft unzureichende Wissen dieser Gruppe über die Angebote im Gesundheitswesen. Sprachliche und kulturelle Barrieren führen oft dazu, dass sie Versorgungs- und Präventionsangebote nicht oder nur verspätet wahrnehmen.

Topics
Schlagworte
Panorama (30149)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »