Ärzte Zeitung, 11.07.2008

Landarztpraxis im Wandel - Vater geht, Sohn übernimmt

SWR Fernsehen dokumentiert Generationenwechsel in einer Praxis in der rheinland-pfälzischen Provinz / Zweiteilige Serie startet heute abend

NEU-ISENBURG (fuh). Schulze kommt, Schulze geht. Im 200-Seelendorf Winterburg im Hunsrück übernimmt Landarzt Dr. Christian Schulze (34) dieser Tage die Praxis von seinem Vater Rolf (67). Das SWR-Fernsehen dokumentiert die Übergabe.

Will Hausarzt sein wie Vater Rolf (l.): Dr. Christian Schulze.

Foto: SWR

Dr. Rolf Schulze aus Winterburg gilt als Hausarzt alter Schule, ein Mediziner zum Anfassen, der seine Patienten zum Teil über Jahrzehnte kennt. Auch Sohn Christian, im Hunsrück geboren und aufgewachsen, liebt das Leben im Dorf. Er hat sich nach seinem Medizinstudium entschieden, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

Landarzt in der rheinland-pfälzischen Provinz - wer will das heute noch sein? Christian Schulze lässt keinen Zweifel: Er will!

Vor vier Jahren ist Christian in die Praxis des Vaters eingestiegen, anfangs war er dort Weiterbildungsassistent, danach dann Facharzt für Allgemeinmedizin. Vier Jahre haben die beiden Schulzes in ihrer Gemeinschaftspraxis gearbeitet, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem der Vater den Führungsstab übergibt. Was will der Sohn neu machen, und was wird er genau so handhaben wie sein Vater? "Jede Generation hat ihren eigenen Stil, ich werde meine eigenen Akzente setzen", sagt der neue Praxischef.

Schulze kommt, Schulze geht. Funktioniert das ohne Konflikte? Das Team des Südwestrundfunks hat in der Hausarztpraxis einen spannenden Zweiteiler gedreht.

"Schulze geht, Schulze kommt" wird in zwei Teilen in der SWR-Fernsehreihe "Mensch Leute" ausgestrahlt. Sendetermine: Heute, Freitag, 18.15 bis 18.45 Uhr, Teil 1; Freitag, 18. Juli, 18.15 bis 18.45 Teil 2.

Topics
Schlagworte
Panorama (30155)
Personen
Christian Schulze (12)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »