Ärzte Zeitung, 06.11.2008

Arzt, Regisseur und Bestseller-Autor Michael Crichton ist tot

Multitalent Michael Crichton ist im Alter von 66 Jahren gestorben / Ein permanenter Kritiker der Widersprüche im US-Gesundheitswesen

FRANKFURT/MAIN (Smi). Er war einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Welt. Romane wie "Jurassic Park" oder "Timeline" erschienen in Millionenauflage. Daneben war der US-Autor Michael Crichton auch als Regisseur und Arzt tätig.

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"Emergency Room"-Erfinder Michael Crichton ist tot.

Foto: dpa

Ohne sein medizinisches Wissen wäre der Erfolg seiner TV-Serie "Emergency Room" nicht denkbar gewesen. Wie seine Familie erst jetzt mitteilte, starb Crichton am Dienstag im Alter von 66 Jahren an Krebs. Der 1942 in Chicago geborene US-Amerikaner hat zunächst am Harvard College, später an der Harvard Medical School studiert. Seine Ausbildung schloss er 1969 als "Doctor of Medicine" ab. Danach war er als Dozent am Salk Institute for Biological Studies in La Jolla, Kalifornien, tätig und folgte 1988 einer Einladung als Gastautor an das renommierte Massachussetts Institute of Technology.

Schon während seines Studiums begann der angehende Arzt, Romane zu schreiben, die er unter seinen Pseudonymen John Lange und Jeff Hudson veröffentlichte. 1970 erschien seine Sammlung "Five Patients" ("Notaufnahme"), die fast 25 Jahre später die Vorlage für Crichtons TV-Serie "Emergency Room" bildete. Für diese Serie, die durch ihre ausgefeilte Dramaturgie das Genre der Klinik-Serien revolutionierte und auch in Deutschland ein Riesenerfolg war, schrieb er die Drehbücher und wirkte als Produzent. Er war in fünfter Ehe mit der Schauspielerin Sherri Alexander verheiratet und hatte eine Tochter aus einer früheren Ehe.

Michael Crichton gilt neben Stephen King und John Grisham als erfolgreichster Thriller-Autor seiner Generation. Er hat 150 Millionen Bücher verkauft, neben "Jurassic Park" und "Timeline" waren auch "Nippon Connection", "Enthüllung" und "Lost World" sehr erfolgreich.

Neben seiner künstlerischen Arbeit setzte er sich mit Artikeln in der "New York Times" immer wieder kritisch mit Widersprüchen im US-Gesundheitswesen auseinander.

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