Ärzte Zeitung, 21.11.2008

Graffiti haben schlechten Einfluss auf das Verhalten

WASHINGTON/HAMBURG (dpa). Graffiti tragen nicht unbedingt zur Verschönerung eines Stadtviertels bei. Eine Studie zeigt jetzt, dass sie außerdem das Verhalten der Menschen negativ beeinflussen. Wissenschaftler der Universität Groningen in den Niederlanden konnten in Feldversuchen nachweisen, dass allein die Anwesenheit von Graffiti die Zahl der Menschen mehr als verdoppelte, die Abfälle auf die Straße warfen, oder die stahlen.

Die Wahrscheinlichkeit steige, dass Menschen Normen oder Gesetze brechen, wenn sie beobachten, dass auch andere Regeln verletzen, schreiben die Wissenschaftler um Kees Keizer im US-Fachjournal "Science".

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[22.11.2008, 17:18:10]
Dr. Franz Xaver Schmid  fx.schmid@web.de
Graffiti - die subcutane Revolution
Das Graffiti-Unwesen hat sich schon längst zu einem ästhetischen, wirtschaftlichen,ethischen und soziopsychischen Problemkomplex ausgewachsen, von dem die Politik - völlig unverständlicherweise - weitgehend wegschaut. Als ich im Sommer dieses Jahres die Stadt Weimar besuchte, ist mir klar geworden, dass es hier nicht mehr um die künstlerischen Exkrementationen einiger begabter Individualisten geht, sondern dass sich hier um eine planvolle, gezielte Zerstörungsstrategie handelt. Gerade die teuer sanierten Gebäude sind in großem Umfang und ganz besonders Ziel der hinterhältigen Angriffe. Ein Weimar gibt es kaum ein Haus, dass nicht schon Ziel der Attacken geworden wäre. Ich erlaube mir die Hypothese, dass es hier ganz bewusst auch darum geht, die Stadt als Symboltäger des anderen Deutschland, der Nation des Kultur und des Geistes, zu treffen. Hier versuchen welche, das Bild der Stadt bewusst zu verunstalten, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die vielen ausländischen Besucher.
In Städten z.B. wie Berlin und Köln interpretiere ich die Graffiti schon längst als psychologische Schrittmacher einer anarchischen Revolution, die Sprayer setzen ihre ständigen Nadelstiche mit einer psychologischen Professionalität, welche den systematischen Ursprung verrät.
Dr.med.Dipl._Psych. Franz Xaver Schmid zum Beitrag »

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