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100 Tonnen Trüffel - ein außergewöhnliches Jahr

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CARPENTRAS (dpa). Feinschmecker können sich freuen: In der aktuellen Saison wird es voraussichtlich doppelt so viele französische Trüffeln geben wie in der vergangenen.

"Wir rechnen mit einer Gesamtproduktion von bis zu 100 Tonnen", sagte Gilbert Espenon, der Vizepräsident des Verbands der französischen Trüffelproduzenten in Carpentras. "Es ist ein ganz außergewöhnliches Jahr", fügte er hinzu. Die landesweite Produktion der aromatischen Knollen lasse sich allerdings nur schwer beziffern, da zahlreiche Produzenten ihre Trüffeln direkt verkaufen.

"Im vergangenen Jahr war das Wetter genau richtig für Trüffeln: Es gab genügend Regen, aber es war auch nicht zu feucht", erläuterte Espenon. Die Jahre zuvor seien jeweils zu trocken gewesen. Der Klimawandel wirke sich auch auf die Trüffelproduktion aus. "Lange Dürreperioden schaden den Trüffeln", sagte Espenon.

Der Wissenschaft sei es noch immer nicht ganz gelungen, das Rätsel der unterirdisch wachsenden Pilze zu lösen. "Trüffeln lassen sich nicht anbauen, nur suchen", sagt Espenon. Man könne allenfalls günstige Bedingungen schaffen, indem man Eichen pflanze und ihre Wurzeln mit Trüffelsporen impfe. Doch eine Garantie, dass sich Trüffel bildeten, gebe es nicht. "Es kommt vor allem auf den Boden an", erläuterte Espenon. Die aus China importierten Trüffeln seien nicht mit den französischen vergleichbar. "Sie sehen ähnlich aus, aber haben kein Aroma", urteilt der Verbandschef über die Konkurrenz.

Die Trüffelsaison dauert in Frankreich von Mitte November bis Mitte Februar. Trüffeln von Typ Tuber melanosporum kosten derzeit etwa 500 Euro pro Kilo auf den Märkten in der Provence. Im vergangenen Jahr lagen die Preise bei etwa 1000 Euro.

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