Ärzte Zeitung, 16.03.2009

Hilfe auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben

Die deutsche Sektion des Hilfswerks Plan International betreut heute 270 000 Kinderpatenschaften weltweit

FRANKFURT/MAIN (Smi). Eines der hierzulande bedeutendsten Kinderhilfswerke wird dieser Tage 20 Jahre alt: Die 1989 gegründete deutsche Sektion von Plan International betreut heute 270 000 Kinderpatenschaften weltweit.

Hilfe auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben

"Eine Welt, in der sich Kinder frei entfalten können": Plan-Patenkinder aus Thailand sitzen auf einer Bank und lachen.

Foto: Plan

"Hoffnung treibt die Menschen an", schreibt der Journalist und Publizist Ulrich Wickert in einem Grußwort an das Kinderhilfswerk, dessen Kuratoriumsmitglied er ist. "Deshalb hoffe ich, dass die Programme von Plan immer größere Zustimmung erfahren." Viele prominente Zeitgenossen haben dazu beigetragen, dass die 1989 gegründete deutsche Sektion von Plan International in nur zwanzig Jahren eine so zentrale Rolle innerhalb der Organisation einnehmen konnte: darunter die Regisseurin Doris Dörrie, die Schauspielerin Katja Riemann sowie der Journalist Dr. Peter Scholl-Latour.

Der ehemalige Bundespräsident Walter Scheel ist Ehrenvorsitzender des Kuratoriums, das von HannsEberhard Schleyer geleitet wird. Die Anfänge von Plan International reichen bis ins Jahr 1937 zurück. Aufgrund seiner Erfahrungen im spanischen Bürgerkrieg gründete der englische Journalist John Langdon-Davis eine spanische Kinderhilfsorganisation, aus der später Plan International hervorging. Heute ist die Organisation in 49 Ländern tätig. Von den weltweit mehr als 1,1 Millionen Kinderpatenschaften werden in Deutschland 270 000 betreut. Die deutsche Sektion nimmt jährlich etwa 80 Millionen Euro ein. Zwanzig Jahre nach dem Start in Deutschland formuliert die Plan-Familie eine Vision: "Wir wollen eine Welt, in der sich alle Kinder frei entfalten und entwickeln können. In einer Gesellschaft, die die Würde und die Rechte der Menschen respektiert."

Dazu will Plan Deutschland in den kommenden zwanzig Jahren noch einmal so vielen Menschen wie bis heute, also insgesamt etwa 5,4 Millionen, den Weg in ein selbst bestimmtes Leben ebnen.

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