Ärzte Zeitung, 15.04.2009

Heim statt U-Haft für junge Straftäter

DÜSSELDORF (dpa). Jugendlichen Straftätern in Nordrhein-Westfalen soll bei weniger schweren Delikten die Untersuchungshaft künftig möglichst erspart bleiben. Mehr Straffällige zwischen 14 und 18 Jahren sollen stattdessen bis zum Prozessbeginn in Heimen der Jugendhilfe untergebracht werden. Dies sieht ein von Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter und Jugendminister Armin Laschet (beide CDU) vorgestelltes Konzept vor.

Die Ministerin betonte, dass für notorische Gewalttäter oder Mord-Verdächtige die "Haftvermeidung" nicht gedacht sei. Im vergangenen Jahr kamen in NRW knapp 500 junge Leute in Untersuchungshaft. Nur 26 Jung-Straftäter wurden in Heimen untergebracht. Ziel sei es, diese Zahl zunächst zu verdoppeln.

Topics
Schlagworte
Panorama (30512)
Personen
Armin Laschet (13)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »