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Angst vor Verhaftung stoppt den Weg in die Praxis

Illegal im Ausland lebende Menschen erhalten oftmals keine ausreichende medizinische Versorgung.

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BRÜSSEL (spe). Rund ein Drittel aller Gesundheitsprobleme, bei denen eine Behandlung zwingend notwendig wäre, bleibt unversorgt. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der der Ärzteorganisation "Ärzte der Welt" in Auftrag gegebene Studie, die in elf europäischen Ländern unter 1218 Menschen ohne gültige Papiere durchgeführt wurde.

Die Gründe für die Unterversorgung sind zahlreich. So halten die Angst vor einer Verhaftung, die Übermittlung personenbezogener Daten an die Ausländerbehörde, Unsicherheiten hinsichtlich der Kostenübernahme oder mangelnde Informationen über Rechtsansprüche auf Versorgung viele Menschen ohne Papiere von der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen ab.

Knapp 70 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen administrative Hürden und undurchsichtige Strukturen des Gesundheitssystems im Aufenthaltsland den Zugang zur Versorgung erschwerten.

59,4 Prozent nannten als weiteres Hindernis die Kosten für eine Behandlung. In Deutschland beispielsweise haben Menschen ohne Papiere lediglich Anspruch auf Notfallbehandlungen. Die Kosten übernehmen entweder die Sozialämter oder die Patienten selbst. 14 Prozent der Befragten berichteten ferner, dass ihnen eine ärztliche Einrichtung schon einmal eine Behandlung verweigert habe, wenngleich es hier von Land zu Land Unterschiede gibt. In Deutschland geht der Prozentsatz der Umfrage zufolge gegen Null.

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