Ärzte Zeitung, 06.10.2009

Berlin wirbt mit Tattoo-Motiven - Organspender gesucht!

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Botschaft auf der Brust - Organspende-Werbung, die Erfolg hat? Bild: Gesundheitssenat Berlin

Die Berliner Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher hat eine ungewöhnliche Werbeaktion für Organspenden gestartet.

BERLIN (ami). Dazu hat die Senatsverwaltung jetzt so genannte "Citycards" im Scheckkartenformat herausgebracht, die auf die Spenderorgane Herz, Leber und Niere hinweisen. Mehr als 80 000 Karten mit Motiven im Tattoo-Stil werden seit Anfang Oktober in Berlin verteilt.

Um potenzielle Organspender zu erreichen, setzt die Gesundheitssenatorin nicht vorrangig auf ein medizinisches Umfeld. Vielmehr werden die Karten in der Gastronomie, in Familien- und Freizeiteinrichtungen und in Kultur- und Bildungseinrichtungen verteilt.

Mit den Karten ist ein Organspendeausweis verbunden, "damit die Dokumentation einer Entscheidung nicht am Organisieren eines Ausweises scheitert", erläuterte Lompscher.

Die Aktion soll nach den Worten der Senatorin die Menschen in Berlin motivieren, "sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, eine Entscheidung zu treffen und diese zu dokumentieren". Ein häufiger Grund für das Nichtausfüllen eines Ausweises sei mangelnde Entscheidungsfreudigkeit, so Lompscher unter Verweis auf eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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