Ärzte Zeitung, 14.01.2010

Mehr als jeder zweite ausländische Arzt der Schweiz ist deutsch

BERN (ine). In der Schweiz ist der Anteil von Ärzten mit ausländischem Pass seit 2003 von 17 auf 22 Prozent im Jahr 2008 gestiegen. Wie die "Schweizerische Ärztezeitung" berichtet, stehen Ärzte, die in Deutschland ausgebildet wurden, mit 56 Prozent an der Spitze. 29 Prozent stammen aus den übrigen EU-Staaten, 15 Prozent haben ihre Ausbildung außerhalb Europas erworben.

Der größte Teil der ausländischen Ärzte (30 Prozent) arbeitet in der Psychiatrie und Psychotherapie, der kleinste Teil (sieben Prozent) in der Allgemeinmedizin. Die bilateralen Verträge mit der EU hätten den Arbeitsmarkt vergrößert, heißt es in dem Bericht. Aufgrund der steigenden Anzahl an ausländischen Ärzten stelle sich die Frage, ob die Schweiz selbst genügend Ärzte ausbilde.

Nach einem Bericht des Schweizerischen Bundesrates reicht die Zahl von 600 bis 700 Ärzten, die jedes Jahr in der Schweiz ihr Diplom in Humanmedizin machen, nicht aus, um den künftigen Bedarf an ärztlichen Leistungserbringern zu decken. Da das Interesse am Medizinstudium in der Schweiz groß ist, empfiehlt der Bundesrat den Kantonen eine Erhöhung der Studienplatzkapazität.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. Offenbar fällt es aber schon Kindern schwer, ihre Bewegungsmuster zu ändern. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethische Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »