Ärzte Zeitung, 19.02.2010

Baby nach 18 Fehlgeburten

LONDON (dpa). Eine Britin hat nach 18 Fehlgeburten ein Baby bekommen. Sie hatte das zuvor 13 Jahre vergeblich versucht. Die Frau leidet unter einem seltenen Phänomen, bei dem eine hohe Konzentration bestimmter Antikörper die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verhindert.
   

"Dieses Leiden ist Medizinern bekannt", erklärte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Rolf Kreienberg von der Universitätsfrauenklinik Ulm. "Doch der britische Fall ist durch die hohe Zahl der Fehlgeburten außergewöhnlich." Bei einem kleinen Teil von Frauen bildet der Organismus Antikörper, die gegen die Schwangerschaft gerichtet sind. Dann könne sich das befruchtete Ei nicht in die Gebärmutter einnisten, oder die Schwangerschaft ende in einem frühen Stadium.

Wenn das Leiden aber erkannt sei, könnten Mediziner mit Medikamenten helfen. Bis die Therapie greife, könne es aber durchaus zu fünf bis sieben Schwangerschaften und Fehlgeburten gekommen sein.
Nach Angaben der Gesellschaft endet in Deutschland natürlicherweise jede dritte bis vierte Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »