Sonntag, 12. Februar 2012
Ärzte Zeitung, 15.03.2010

Reisen erhalten Krebspatienten den Lebensmut

Urlaub als Krebspatient? Eine Stiftung in Wiesbaden organisiert die medizinische und pflegerische Betreuung.

Von Sabine Schiner

WIESBADEN. Viel Zeit zu Entspannung und Ablenkung bleibt onkologischen Patienten zwischen den Therapiezyklen in der Regel nicht. Die Stiftung Leben mit Krebs in Wiesbaden hat deshalb das Projekt "Lebensmut durch Reisen" gestartet. Es ermöglicht Krebspatienten und ihren Angehörigen Urlaub mit medizinischer und pflegerischer Betreuung.

Die Stiftung arbeitet mit dem Mainzer Reiseveranstalter Poppe-Reisen zusammen. Im Angebot sind Einzel- und Gruppenreisen, etwa an die Ostsee, nach Dresden, in den Odenwald oder nach Mallorca. Die Erholung steht im Vordergrund, spezielle Kurse und Seminare gibt es auf den Reisen nicht. Die ärztliche Versorgung der Patienten ist allerdings gewährleistet. "Wir sorgen für die Absicherung im Hintergrund", heißt es bei der Geschäftsstelle der Stiftung. Wer will, kann bereits vor der Reise seinen Arzt am Urlaubsort kontaktieren. In Mallorca stehen beispielsweise deutschsprachige Ärzte zur Verfügung. Die Hotels liegen zudem in der Nähe von Onkologischen Kliniken.

Zum Serviceangebot gehören auch Blutuntersuchungen, Chemotherapien, Hilfe in Notfällen. Wichtig ist der Stiftung die Freiwilligkeit. "Die Patienten entscheiden, wie weit die Betreuung gehen soll." Auf Wunsch sorgt der Veranstalter auch für den Transfer- und Gepäckservice von Tür-zu-Tür. Die Kosten müssen die Patienten selbst übernehmen. Acht Tage auf Mallorca Ende Oktober kosten knapp 1200 Euro pro Person im Doppelzimmer.

Weitere Informationen unter www.stiftung-leben-mit-krebs.de

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »