Ärzte Zeitung, 17.03.2010

Mobile Arztstation für Costa Rica

Im mittelamerikanischen Vorzeigeland Costa Rica gibt es immer noch ländliche Regionen mit erheblichen medizinischen Versorgungsdefiziten.

FRANKFURT/MAIN (eb). Mit einer neu eingerichteten mobilen Arztstation sollen ländliche Gemeinden im Atlantikgebiet von Costa Rica Zugang zu Präventivmedizin und spezialisierter gesundheitlicher Versorgung bekommen.

Obwohl das Sozialversicherungssystem in Costa Rica gut ausgebaut ist und in den meisten Gemeinden des Atlantikgebiets über örtliche Kliniken verfügt, gibt es immer noch Versorgungsdefizite. Die mobile Station hilft, um spezialisierte ärztliche Dienste in abgelegene Gebiete zu bringen - Dienste, die hauptsächlich in Stadtgebieten zur Verfügung stehen. "Wir gehen davon aus, dass in dieser neue Station pro Jahr über 10 000 Menschen behandelt werden", erklärte ein Sprecher des Unternehmens Dole Food, das die Aktion unterstützt.

Die mobile Arztstation besteht aus einem Container, der in drei komplett ausgerüstete Behandlungsräume aufgeteilt ist, die Patienten eine breite Palette an medizinischen Diensten bieten.

Dazu gehören zum Beispiel Gastroskopie, Ultraschalluntersuchung, Ophthalmologie, Blutspenden, Osteoporose-Analysen, Impfkampagnen und Laboruntersuchungen. Auch pädiatrische Versorgung ist möglich.

Die Station wurde vom Lions Club Costa Rica gespendet, der gemeinsam mit Doles Unterstützung dafür verantwortlich ist, die Station zu leiten und die Planung für das ärztliche Personal zu koordinieren

Costa Rica hat etwa 4,2 Millionen Einwohner und 6800 Ärzte. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag 2004 bei 78,3 Jahren.

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