Ärzte Zeitung, 19.04.2010
Felix Burda Awards für exzellente
Darmkrebs-Aufklärung
Innovativ, kreativ und herausragend - dafür
stehen die Preisträger, die seit 2003 mit dem Felix Burda
Award ausgezeichnet werden. Springer Medizin und damit die
Ärzte Zeitung erhielt einen Award für ihre
umfassende, vielfältige und nachhaltige Berichterstattung zur
Darmkrebsprävention.

Zwei Gewinner in der Kategorie
Journalismus: Laudatorin Ulrike Bartholomäus (Mitte)
überreicht dem Tagesspiegel-Journalisten Ingo Bach (links) und
Harm van Maanen, EVP Springer Medizin (rechts), den Preis. ©
Felix Burda Stiftung/Mangerstaedt (4)
Von Wolfgang van den Bergh
Nein - es wird noch viel zu wenig getrommelt für die
Darmkrebsvorsorge, beschreibt Dr. Christa Maar die Situation. Der Weg
durch die Institutionen in Sachen Aufklärung sei oft lang und
mühsam. Und dennoch: "Wir arbeiten an unserer
Selbstabschaffung", sagt die Präsidentin der Felix Burda
Stiftung vor den etwa 300 geladenen Gästen im Adlon Kempinski
Hotel Berlin am Sonntagabend. Für sie und ihre
Stiftungsmitstreiter gibt's nur eine Ziel, Menschen von der
Darmkrebsvorsorge zu überzeugen. Und dabei lassen Christa Maar
und Professor Jürgen F. Riemann, Vorstand der Stiftung
LebensBlicke, in dem gemeinsamen Bemühen nicht nach, die
Politik davon zu überzeugen, wie wichtig etwa ein
Einladungssystem zur Vorsorge ist. "Die Erfahrungen, die damit im
Saarland gemacht worden sind, können sich sehen lassen", so
Maar. In Bayern werde man zusammen mit der KV und der Regierung
versuchen, ein ähnliches System zu etablieren. Maar: "Ich gehe
davon aus: Das schaffen wir bis Ende des Jahres."
Neben den politischen Botschaften stehen seit Jahren die
Preise in den Kategorien Public Prevention, Medica Prevention,
Journalism for Prevention sowie Prevention at Work im Mittelpunkt der
festlichen Gala. Immerhin wurden 75 Projekte eingereicht, womit sich
die Zahl aus dem vergangenen Jahr fast verdoppelt hat. In der Kategorie
Public Prevention erhielten Ursula Fay von der Stadtapotheke Werdohl
und Dr. Gunther Fay von der Staberg Apotheke den mit 10 000 Euro
dotierten Preis für ihre Aufklärungsaktion zum
Darmkrebs. Hier lobte die Jury den interdisziplinären Ansatz,
in dem Kliniken, niedergelassene Ärzte sowie Schulen
eingebunden wurden.
Den ebenfalls mit 10 000 Euro dotierten Preis in der Kategorie
Medical Prevention erhielten Dr. Ulrike Haug, Dr. Sabrina Hundt und
Professor Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Die
Wissenschaftler untersuchten zehn Stuhltest-Verfahren. Dabei wurden sie
unterstützt von 20 niedergelassenen Gastroenterologen, die
wiederum die Daten von 1000 Patienten ausgewertet hatten.
In der Kategorie Journalism for Prevention gab es
ein
Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Beiträgen, die insbesondere
in der Ärzte Zeitung und den Fachpublikationen von Springer
Medizin erschienen sind, sowie dem Kollegen Ingo Bach vom
"Tagesspiegel". Die Jury entschied sich für zwei erste
Plätze: Bach wurde für seine Empfehlungsliste von
Berliner Gastroenterologen geehrt, für die er aus 50
Praxen Daten zusammengetragen hatte. Springer Medizin wurde
für die "umfassende, kompetente, vielfältige und
nachhaltige Berichterstattung" ausgezeichnet. Harm van Maanen,
Executive Vice President von Springer Medizin, kündigte an,
die Berichterstattung noch stärker in die Zielgruppen
Ärzte, Apotheker und Patienten zu tragen. Dabei lobte van
Maanen ausdrücklich das große Engagement der Felix
Burda Stiftung.
Den Preis Prevention at Work erhielten Dr. Harald Hollnberger
und Petra Scharf vom Klinikum St. Marien im Amberg. Bayerns
Gesundheitsminister Markus Söder hielt die Laudatio und dankte
dem Team um Vorstand Wilhelm Daller für die
Aufklärungsaktion, die von der Klinik in die
Bevölkerung getragen wurde. Die Jury lobte die
exzellente Nachbetreuung - insbesondere der Patienten mit positivem
Befund.
Weitere Preisträger waren Professor Jürgen
Riemann, der einen Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt. Der
Schauspieler Wolfgang Stumph bekam den Preis Stars for Prevention.
Wartezimmerplakat der "Ärzte
Zeitung"
Die "Ärzte Zeitung" engagiert sich auch in diesem
Jahr für die Darmkrebsprävention. Sie bietet
Ärzten ein kostenloses Servicepaket an: Dazu gehören
ein Wartezimmerplakat und Infos für Interessierte und
Risikogruppen, etwa für Menschen mit Darmkrebs in der Familie.
Infos: Zu den Patienteninfos
Darmkrebsprävention und einem Wartezimmer-Plakat zum Bestellen
(nur für Fachkreise)

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