Ärzte Zeitung, 22.04.2010

Missbrauch von K.o.-Tropfen

Kontrollrat: Kriminalität mit Suchtstoffen steigt

BERLIN (dpa). Der Internationale Suchtstoffkontrollrat der Vereinten Nationen warnt in seinem aktuellen Jahresbericht vor einer Zunahme von Verbrechen mit K.o.-Tropfen. Genaue Zahlen nennt das Gremium zwar nicht, spricht allerdings davon, dass der Missbrauch dieser Arzneimittel steige. Das liege unter anderem daran, dass der Zugang zu diesen Drogen in vielen Ländern nicht stark genug kontrolliert werde.

Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin nutzen Kriminelle vor allem Gammahydroxybuttersäure (GHB) als K.o.-Tropfen. Die Substanz wirkt bereits nach 15 Minuten einschläfernd und muskelentspannend. Die Täter rauben die Frauen oder Männer dann aus, misshandeln oder vergewaltigen sie. "Am nächsten Tag können sich die Opfer an nichts mehr erinnern", so ABDA-Sprecherin Ursula Sellerberg - und das erschwert die Strafverfolgung. Die Opfer sollten sich jedoch nicht zurückziehen. Ärzte können Spuren von K.o.-Tropfen auch nach einer Vergewaltigung noch nachweisen.

Topics
Schlagworte
Panorama (30363)
Organisationen
ABDA (697)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »