Ärzte Zeitung, 28.09.2010

Fundsache

Hätten Sie‘s gewusst?

Eine schwere Migräne-Attacke zwang eine Britin ins Bett - als sie am nächsten Morgen wieder erwachte, sprach sie mit französischem Akzent. Die 49-jährige Kay Russell aus Bishop's Cleeve in der Grafschaft Gloucestershire leidet schon seit 20 Jahren an Migräne.

Die Attacken seien mitunter so schwer, dass sie kurzfristig sogar ihre Glieder lähmten und ein Nuscheln verursachten, berichtet der Sender BBC. Gingen die Ärzte anfangs davon aus, dass ihre aktuelle Sprachstörung ebenfalls ein vorübergehendes Phänomen sei, so glauben sie nun, ein halbes Jahr später, dass die Störung dauerhaft ist.

Damit ist Kay Russell eine von weltweit 60 Menschen, die unter dem so genannten "Fremdsprachen-Akzent-Syndrom" leiden. Normalerweise tritt dieses Phänomen nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma auf, als Folge einer Migräne-Attacke ist es äußerst selten. (Smi)

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