Ärzte Zeitung, 04.10.2010

Katholisches Missionswerk sammelt für Indien

Frauen, die in entlegenen Dörfern in Indien wohnen, werden von Ordensschwestern unterstützt.

ESSEN (dpa). Das katholische Hilfswerk "Missio" sammelt in diesem Jahr für Ordensschwestern in Indien, die sich mit Bildungs- und Gesundheitsprogrammen vor allem in entlegenen Dörfern für Arme einsetzen. Der Titel der Kampagne: "Geh und handle genauso". Am 24. Oktober, dem Sonntag der Weltmission, wird in allen katholischen Gottesdiensten für "Missio" gesammelt, wie Essens Bischof Franz-Josef Overbeck und der "Missio"-Präsident, Prälat Klaus Krämer, am Freitag in Essen sagten.

Indien hat bei mehr als einer Milliarde Einwohner einen Christenanteil von rund zwei Prozent, mehr als drei Viertel der Inder sind Hindus. Mit Aufklärungsprogrammen wenden sich die Schwestern gegen KinderEhen, Mädchenhandel und die Abtreibung weiblicher Föten. "Wir wollen mit Projekten und Selbsthilfegruppen für die Frauen den Kreislauf der Armut brechen", erklärte Schwester Namrata, die dem Orden der Klarissen-Franziskanerinnen angehört. Einige Hindu-Fundamentalisten sähen das aber als Bedrohung an. Die Ordensschwestern stünden unter ständiger Beobachtung, sagte Overbeck. "Christen in Indien brauchen unsere Solidarität. Wir können sie unterstützen, damit sie ihre schwierige und oft riskante Arbeit tun können." "Missio" wurde 1832 gegründet und sammelt jährlich für die ärmsten Diözesen der Weltkirche.

Topics
Schlagworte
Panorama (30492)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »