Ärzte Zeitung, 05.05.2011

Eine Chance für junge Mütter in Süd-Sudan

Die medizinische Versorgung ist schlecht, zu viele junge Mütter in Ostafrika sterben. Die Hilfsorganisation AMREF startet eine Spendenaktion zum Muttertag.

Eine Chance für junge Mütter in Süd-Sudan

Jede 15. Mutter stirbt bei der Geburt, und jedes fünfte Kind erreicht nicht das fünfte Lebensjahr.

© dpa

FRANKFURT/MAIN (eb). In den Industrieländern ist sie eine Freude, in Ostafrika häufig ein Todesurteil: Die Geburt eines Kindes. Ursache der hohen Sterblichkeit von Müttern und Kindern in Ostafrika ist die mangelhafte Gesundheitsversorgung.

Dies möchte die Hilfsorganisation AMREF ändern: Die Organisation hat sich verpflichtet, in Übereinstimmung mit den Millenniums-Zielen der Vereinten Nationen die Müttersterblichkeit bis 2015 um drei Viertel zu verringern.

Eine AMREF-Spendenaktion zum Muttertag am 8. Mai kommt Müttern in Süd-Sudan zugute, wo Hilfe besonders dringend benötigt wird: In dieser Region herrscht die weltweit höchste Mütter- und Kindersterblichkeit.

Jede 15. Mutter stirbt bei der Geburt, und jedes fünfte Kind erreicht nicht das fünfte Lebensjahr. Besonders häufige Todesursachen sind dabei Infektionen und Blutungen, die durch geschultes Gesundheitspersonal und hygienische Verhältnisse verhindert werden können.

Derzeit unterstützt AMREF deshalb den Ausbau der Klinik Maridi im Süd-Sudan mit der Errichtung einer Geburtshilfestation. Im Fokus stehen die Anschaffung medizinischer Geräte und die Gründung einer Hebammenschule, an der jährlich zwanzig Hebammen ausgebildet werden sollen.

Denn auf dem Gebiet der Geburtshilfe herrscht in Maridi dringender Bedarf an Fachpersonal: Bisher konnten kaum Hebammen ausgebildet werden, da sich die Entbindungseinrichtung in einem äußerst schlechten Zustand befindet. Anders als viele andere NGOs setzt AMREF auf die afrikanische Bevölkerung selbst, um eine Basisgesundheitsversorgung in Ostafrika zu errichten.

Gespendet werden kann unter www.amrefgermany.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »