Ärzte Zeitung, 30.08.2011

Forscher lösen Rätsel um den Schwarzen Tod

TÜBINGEN (dpa). Das Bakterium Yersinia pestis ist zweifelsfrei für die Pest im Mittelalter verantwortlich, berichten Forscher um den Archäologen Professor Johannes Krause.

Der Schwarze Tod sei somit eine Pest-Epidemie gewesen, und nicht wie zuletzt angenommen ein Ebola ähnliches Fieber, teilt die Uni Tübingen mit (PNAS online 29. August).

Der Seuche waren vor 650 Jahren 25 Millionen Menschen und damit ein Drittel der Bevölkerung Europas zum Opfer gefallen. Auf die Spur des Bakteriums kamen die Forscher, als sie das Erbgut von 109 Skeletten aus dem 14. Jahrhundert auf einem Londoner Friedhof untersuchten.

Dabei sei ein wichtiger Teil der Y.-pestis-DNA entziffert worden.Weil der Londoner Friedhof nur genutzt wurde, während der Schwarze Tod in Europa wütete, sei das Pest-Bakterium somit eindeutig als Auslöser der Epidemie identifiziert worden.

Der Schwarze Tod gibt den Forschern seit Jahren Rätsel auf. Lange waren Experten davon ausgegangen, dass es sich um eine Epidemie der sogenannten Beulenpest handelte. Dabei kann es zu massiven inneren Blutungen kommen, die als schwarze Flecken unter der Haut zu sehen sind - daher der Name Schwarzer Tod.

Einige Fachleute bezweifelten jedoch den Pest-Ursprung der Epidemie. Vor zehn Jahren veröffentlichten britische Forscher eine Studie, der zufolge eine Virus-Infektion wie etwa Ebola den Schwarzen Tod ausgelöst habe. Allerdings verwiesen sie lediglich auf Beobachtungen zum Krankheitsverlauf.

Zwar wurde das Pest-Bakterium in den vergangenen Jahren schon mehrmals in mittelalterlichen Skeletten nachgewiesen. Allerdings konnten die Forscher nie belegen, dass die DNA tatsächlich von einem mittelalterlichen Pest-Bakterium stammt.

Dem deutsch-kanadischen Team ist dieser Nachweis nun erstmals gelungen: Sie untersuchten die DNA auf Beschädigungen, die nur bei sehr altem Erbgut vorkommen. "Damit ist zweifelsfrei bewiesen, dass der heute bekannte Pesterreger Y. pestis auch Auslöser der Pest im Mittelalter war", sagte Krause.

Das mittelalterliche Pest-Bakterium sei in weiten Teilen identisch mit heutigen Pesterregern, die nach wie vor jedes Jahr weltweit rund 2000 Menschen an der Beulenpest erkranken lassen.

Bislang sei allerdings noch unklar, weshalb sich die Pest im Mittelalter so rasend schnell verbreitet habe, während sich der Erreger heute - selbst ohne medizinische Behandlung - deutlich langsamer ausbreite.

[31.08.2011, 13:41:29]
Hans Albert 
Rasante Ausbreitung des Pesterregers
In England wurde der von der katholischen Kirche betriebene Katzenmord per Strafe untersagt,daher kam es gemäß engl. Literatur zu einer weniger rasanten Ausbreitung.
a) In Europa wurde nach jedem Gottesdienst einer Katze die Knochen gebrochen. Danach warf man das lebende Tier aus einer eigen im Kirchendach vorgesehenen Luke. Unten angekommen wurde das Tierin Pfannen bei lebendigen Leib geröstet. Die Schmerzensschreie waren der Beweis für die satanische Herkunft der Katze.
Grund : Ausrottung des germanischen Glaubens in dem die Katze, wie in anderen Kulturen, heilig war.

b) In England wurde der Besitzer eines Anwesens bestraft, falls man einen Katzenkadaver mit gebrochenen Knochen fand. Das Skelett wurde so am Schwanz aufgehängt, daß es mit dem Maul den Boden berührte. Dann mußte der Betroffene soviel Getreide aufschütten, daß nichts mehr von der Katze gesehen wurde.

c) Eine von 5 Floharten überträgt den Erreger. Durch Ausrottung der Katzen ( Der Kult wurde über 200 Jahre praktiziert / heute da und dort wird noch symbolisch ein schwarzes Tuch aus der Kirchturmluke geworfen ) oder zumindest starke Reduzierung explodierte die Vermehrung der Flohüberträger - hauptsächlich Ratten - und damit die Infektion der Menschen. zum Beitrag »

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