Ärzte Zeitung, 03.10.2011

Glotze total - fast 88 Stunden ohne Unterbrechung

Fernsehen nonstop bis zum Umfallen: Im Institut für Bild und Ton im niederländischen Hilversum ist ein äußerst fragwürdiger Weltrekord aufgestellt worden.

Glotze total - fast 88 Stunden ohne Unterbrechung

Ich glotz TV - und zwar mehr als 87 Stunden lang für einen Weltrekord im Dauerfernsehen.

© dpa

AMSTERDAM (dpa). Sechs Niederländer haben vor laufenden Kameras einen neuen inoffiziellen Weltrekord im Dauerfernsehen aufgestellt. Mit nur wenigen zugestandenen Unterbrechungen hockten sie 87 Stunden und 43 Sekunden vor dem Bildschirm, wie der Sender BNN in der Nacht zum Montag mitteilte.

Der Rekordwettkampf in der Live-Show "Last Man Watching" hatte am vergangenen Donnerstag um 07.00 Uhr begonnen.

Sechs von anfangs noch 55 Kandidaten hielten bis nach 22.00 Uhr am Sonntagabend durch. Einer der übermüdeten Finalisten ergatterte bei einem anschließenden Quiz den Hauptpreis: Roy Soet fliegt demnächst auf BNN-Kosten ins "Fernseh-Mekka Los Angeles".

Der junge Mann konnte sich am besten erinnern, was er in den zurückliegenden 87 Stunden gesehen hatte.

Anlass für den Rekordversuch im Institut für Bild und Ton in Hilversum war der 60. Jahrestag des Beginns von Fernsehsendungen in den Niederlanden. Den Teilnehmern wurden Programme aus allen sechs Jahrzehnten gezeigt.

Die sechs Rekordler "haben der Geschichte des niederländischen Fernsehens ein prächtiges Kapitel hinzugefügt", sagte Moderator Patrick Lodiers.

Zur Messlatte für "Last Man Watching" hatte BNN den Fernseh-Marathon von zwei Australierinnen während der Fußball-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in Südafrika bestimmt.

Die Schwestern im Alter von 22 und 24 Jahren hatten in einem Casino in Sydney rund 87 Stunden mit jeweils fünf Minuten Pause pro Stunde Live-Übertragungen und aufgezeichnete Spiele sowie Berichte aus Südafrika angeschaut.

Topics
Schlagworte
Panorama (30367)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »