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Die Linke möchte Cannabiskonsum legalisieren

BERLIN (jvb). Für die Legalisierung des Cannabiskonsums hat sich die Bundestagsfraktion der Linken in einem Antrag an die Regierung ausgesprochen.

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Wie in Spanien sollen Volljährige gegen einen Mitgliedsbeitrag in "Cannabis-Clubs" 30 Gramm zum Eigenbedarf anbauen lassen dürfen.

Dafür solle das Betäubungsmittel-Gesetz so geändert werden, dass der Besitz von bis zu 30 Gramm nicht strafbar ist. Die Mitarbeiter der Clubs sollen ihre Kunden auch über Folgen des Drogenkonsums beraten. Handel und Werbung blieben weiterhin untersagt.

Linke: Bisheriges Verbot hat sein Ziel verfehlt

Nach Meinung der Linken hat das bisherige Verbot von Cannabis sein Ziel verfehlt und weder dazu geführt, dass weniger Cannabis konsumiert noch der illegale Handel unterbunden wird.

Eine Legalisierung könne das ändern, dafür spräche auch eine Studie zur Drogenaffinität von 2008: In den letzten 30 Jahren kamen zwar immer mehr Deutsche mit Cannabis in Berührung, trotzdem nimmt die Zahl der regelmäßigen Konsumenten stetig ab.

Clubs könnten Anbau zumindest kontrollieren

2008 konsumierten nur noch 2,3 Prozent der zwölf- bis 25-Jährigen mehr als zehn Mal im Jahr Cannabis. Doch wegen des Verbotes könnten sich Verbraucher momentan nicht gegen gefährliche Beimischungen wehren.

Clubs könnten den Anbau zumindest kontrollieren. Ebenso sei die Schädlichkeit von Cannabis nicht mit harten Drogen wie Heroin oder Kokain zu vergleichen. Das Risiko, abhängig zu werden, gelte als gering, so die Linken.

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