Direkt zum Inhaltsbereich

Zahnfehlstellungen durch Ackerbau und Viehzucht?

WASHINGTON (dpa). Die Kiefer- und Zahnfehlstellungen moderner Menschen sind womöglich eine Folge der bäuerlichen Lebensweise.

Veröffentlicht:

Wie eine britische Wissenschaftlerin berichtet, verkürzte und verbreiterte sich der Kieferknochen, nachdem die Menschen begonnen hatten, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben.

Vermutlich liege das daran, dass die Nahrung der Bauern stärker verarbeitet und gekocht wurde als bei den Jägern und Sammlern und damit die Belastung der Kiefer nachließ, schreibt Noreen von Cramon-Taubadel von der University of Kent (PNAS 2011; online 21. November).

Cramon-Taubadel hatte die Kiefer elf früher menschlicher Populationen aus unterschiedlichen Regionen der Welt anhand von Stücken in Museen analysiert.

Weniger Kauen müssen

Sechs hatten eine bäuerliche Lebensweise geführt, fünf waren Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften. Die Kiefer der Jäger und Sammler waren länger und schmaler, zudem gab es noch in einigen anderen Merkmalen Unterschiede.

Vermutlich hätten die Bauern weniger lang und intensiv kauen müssen als die Jäger und Sammler. Diese nachlassende biomechanische Belastung habe zur Veränderung der Knochenform geführt, schreibt Cramon-Taubadel.

Durch die Verkürzung des Kiefers sei aber schließlich der Platz für die Zähne kleiner geworden. Zahn- und Kieferfehlstellungen - wie sie heute häufig beobachtet würden - seien wohl die Folge.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kaum beachtetes Thema

MHH startet Studie zum Sterben im Strafvollzug

Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update der S3-Leitlinie

Neue Empfehlung in der Sepsis-Therapie

Lesetipps
Apixaban, ein orales Antikoagulans zur Behandlung und Vorbeugung von Blutgerinnseln sowie zur Vorbeugung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern.

© Soni's / stock.adobe.com

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?