Ärzte Zeitung, 20.12.2011

Hilfe für Krankenhäuser in Madagaskar

Im Hinterland von Madagaskar werden dringend Geräte für Krankenhäuser gebraucht. Deutsche Ärzte sind unterwegs auf der Suche nach Spendern

Hilfsaktion für Krankenhäuser in Madagaskar

Savanne von Madagaskar mit Affenbrotbäumen: In der dünn besiedelten Gegend gibt es nur ein Krankenhaus für etwa eine Million Menschen.

© Pierre-Yves Babelon / shutterstock.com

LEIPZIG (eb). In Madagaskar herrscht medizinischer Notstand. Viele Kranke werden zu spät oder unzureichend behandelt.

Es fehlt an Ärzten, Krankenhäusern und medizinischer Ausstattung. Der Verein "Ärzte für Madagaskar" bittet um Spenden und sammelt derzeit in Deutschland Geräte für zwei Krankenhäuser auf der Insel.

Das Krankenhaus von Ejeda zum Beispiel liegt inmitten der Savanne im Südwesten Madagaskars. Obwohl die Region dünn besiedelt ist, handelt es sich um das einzige Krankenhaus für etwa eine Million Menschen.

Medikamente werden rationiert, Röntgengerät und OP-Beleuchtung sind defekt und Risse machen die Desinfektion des Fußbodens schwierig.

Verein für medizinische Hilfsangebote für Madagaskar

Die Helfer engagieren sich auch für ein zweites Projekt: Im madagassischen Busch bei Fotadrevo entsteht eine neue Klinik. Im Frühjahr 2012 soll dort der erste Patient behandelt werden. Auch dort sind madagassische Partner des Vereins auf Hilfe in Form von medizinischen Ausstattungsgegenständen, Geräten und Materialien angewiesen.

Der Verein wurde von deutschen Ärzten mit dem Ziel gegründet, medizinische Hilfsangebote (zum Beispiel persönliche Einsätze, Sach- und Geldspenden) für Madagaskar zu initiieren, zu koordinieren und schließlich vor Ort zu realisieren. Der Bedarf an medizinischer Betreuung kann mit vorhandenen Ressourcen nicht annähernd gedeckt werden.

Die gespendeten Geräte und Materialien werden abgeholt und zunächst in Leipzig gesammelt. Im Januar sollen sie per Container nach Madagaskar gebracht werden.

www.aerzte-fuer-madagaskar.de
info@aerzte-fuer-madagaskar.de

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