Ärzte Zeitung online, 03.01.2012

Kinder aus sozial schwachen Familien oft kleiner

TÜBINGEN (dpa). Arbeitslose haben einer Studie der Universität Tübingen nach in der Regel kleinere Kinder.

Der Wirtschaftshistoriker Professor Jörg Baten hatte in Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt Brandenburg die Daten von mehr als 250 000 Kindern aus dem ostdeutschen Bundesland ausgewertet.

Arbeitslosigkeit und ein geringerer sozialer Status der Eltern haben demnach einen "signifikant negativen Einfluss auf die Körpergröße ihrer Kinder", teilte die Uni Tübingen am Dienstag mit.

Dabei scheine weniger das geringere Einkommen eine Rolle zu spielen, als vielmehr psychologischer Stress und Frustration der Eltern. Diese Faktoren könnten dazu führen, dass die Kinder vernachlässigt würden.

Berücksichtigt wurde die Größe von Kindern in den Jahren 1994 bis 2006. Die Daten wurden jeweils im Zuge der Einschulung von Erstklässlern erhoben.

Dabei wurden neben Größe, Alter und Geschlecht auch sozioökonomische Daten wie der berufliche Status der Eltern, deren Ausbildungsniveau sowie die Anzahl der Kinder und Erwachsenen im Haushalt erfasst.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »