Ärzte Zeitung, 14.01.2012

Mehr Zuwanderung lässt Bevölkerung wachsen

WIESBADEN (fst). Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes haben 2011 erstmals wieder mehr Menschen in Deutschland gelebt.

Acht Jahre lang ist die Einwohnerzahl gesunken, im vergangenen Jahr legte sie dagegen um 50.000 Personen auf 81,8 Millionen zu, teilten die Statistiker mit.

Ursache ist der positive Saldo bei der Wanderung: So seien insgesamt 240.000 Menschen mehr nach Deutschland gezogen als abgewandert sind. Gestiegen sind die Zuzüge vor allem aus Polen.

Nach wie vor wurden 2011 in Deutschland aber weniger Kinder geboren (660.000 bis 680.000) als Menschen gestorben sind (835.000 bis 850.000).

Seit Mai 2011 gilt für alle 2004 der Europäischen Union beigetretenen Staaten die volle Freizügigkeit für Arbeitnehmer. Neben Polen sind dies Estland, Lettland, Litauen, Malta, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern gewesen.

Aus diesen Staaten sind im vergangenen Jahr monatlich im Durchschnitt 28.000 Personen nach Deutschland gezogen, teilten die Statistiker mit. Von Januar bis April 2001 waren es dagegen nur 15.000 Menschen aus diesen Ländern.

[16.01.2012, 14:24:12]
Dr. Horst Grünwoldt 
Bevölkerungs-Wachstum
Deutschland gehört bekanntlich zu den am dichtesteten bevölkerten Ländern der Welt. In der derzeitigen EU ist es bereits der bevölkerungsreichste Nationalstaat, obwohl Frankreich als altes Kulturland mit seinen nur gut 50 Millionen Menschen in der zu besiedelnden Fläche noch einige Möglichkeiten mehr bietet.

Strebt die deutsche Bevölkerungs-Politik der Bundesregierung unter breiter Zustimmung seiner Staatsbürger tatsächlich eine Steigerung der Zuwanderung durch fremde Menschen im "multikulturell-beglückenden" Sinne an, um das 80-Millionen-Volk der Deutschen noch "bunter" (will heißen: weniger in sich selbst integriert) zu gestalten?
Oder sollte sie nicht alles Denkbare und Familienfördernde in die Wege leiten, damit sich der "bunte Strauß" der deutschen Landsmannschaften (von den Bayern bis zu den Ostfriesen) vor allem aus sich selbst heraus regeneriert?
Schließlich zeigen uns alle klassische Einwanderungsländer wie Kanada, die USA und Australien, daß man sich manches Übervölkerungs-Problem doch lieber durch strengere Einwanderungs-Kriterien und Auslese der Migranten fernhält.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Kosmopolit aus Rostock zum Beitrag »

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