Ärzte Zeitung online, 24.01.2012

Leipziger Vierlinge entwickeln sich gut

LEIPZIG (dpa). Die eineiigen Vierlinge aus Leipzig sind einen halben Monat alt - und entwickeln sich offenbar prima.

"Zwei Kinder haben schon gar keine Infusion mehr und leben komplett von Milch", sagte der Frühgeburtenmediziner Privatdozent Ulrich Thome von der Uniklinik Leipzig am Montag.

Während die Frühchen Kim und Jasmin am Tag mit etwa 170 Milliliter Milch ernährt werden, bekommen ihre Schwestern Laura und Sophie noch eine Infusion aus Eiweißen, Kohlenhydraten und Salzen.

Für die Ernährung wichtige Fette erhalten sie über die Milch. Die Mädchen wiegen inzwischen mehr als ein Kilogramm. "Wir sind sehr zufrieden. Alle liegen deutlich über dem Geburtsgewicht."

Weg von der Beatmung

Laura, Sophie, Jasmin und Kim waren am 6. Januar als Frühchen auf die Welt gekommen. Der kleinste Vierling bereitete den Ärzten die meisten Sorgen. Sophie hatte Probleme, alleine zu atmen.

Sie wird inzwischen nicht mehr von einer Beatmungsmaschine mit Sauerstoff versorgt, bekommt aber noch eine Atemhilfe. Über einen dünnen Schlauch wird ein leichter Überdruck im Rachenraum erzeugt, der ihr das Atmen erleichtert.

"Das geht nicht von heute auf morgen. Da braucht es noch etwas Geduld", sagte Thome. Seit vergangener Woche dürfen die Eltern mit ihren Mädchen richtig kuscheln.

Die Kinder sind eine kleine Sensation: Die Wahrscheinlichkeit für eineiige Vierlinge liegt Experten zufolge bei 1 zu 13 Millionen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »