Ärzte Zeitung, 25.01.2012

Patientenschutz: Beratungstelefon wird stark genutzt

BERLIN (eb). "Schwerstkranke und schwerstpflegebedürftige Menschen und deren Angehörige kennen ihre Rechte nicht. Es ist deshalb kein Zufall, dass sie sowohl von den Kassen als auch von den Ärzten und anderen Leistungserbringern oft im Stich gelassen werden. Ebenso fehlt den Menschen konkrete Hilfe bei der Erstellung und Durchsetzung von Patientenverfügungen", so resümiert der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation, Eugen Brysch, die Ergebnisse der Jahresstatistik 2011 des Patientenschutztelefons.

Über 27.000 Mal konnten die Patientenschützer im vergangenen Jahr helfen. Diese Hilfe am Patientenschutztelefon deckt unterschiedliche Themenfelder ab.

Das reicht von Pflege (12.800) über die Patientenverfügungen (9800) und direkter Intervention im Konfliktfall (1800). Gerade die Konfliktfälle zeigen, dass in unserem Gesundheitssystem die Würde des Menschen oft unter die Räder kommt, so Brysch.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »