Ärzte Zeitung, 26.03.2012

Babys nicht mit dem Gesicht nach vorn tragen

KÖLN (dpa). Kinderärzte raten von Baby-Tragetüchern und Tragehilfen ab, bei denen das Baby nach vorn schaut.

Sie seien schädlich für die noch weichen Hüftgelenke des Babys, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Wolfram Hartmann, am Montag in Köln.

"Es gibt ja jetzt diese Tücher, wo die Kinder alles mitkriegen sollen", sagte er. "Aber das sind ja noch Babys. Bei den Babys kommt's auf die Geborgenheit an!"

Deshalb müsse man keine Angst haben, dass das Baby etwas verpasse, wenn sein Gesicht dicht am Körper des Trägers anliege.Tragetücher oder Tragehilfen seien gut für das Baby, wenn es darin mit leicht abgespreizten und gebeugten Beinen mit dem Gesicht zum Träger getragen werde.

Werde das Kind aber mit dem Rücken zum Tragenden transportiert, würden die Beine durch das Eigengewicht gestreckt. Und das sei dann nicht mehr gesund, sagte Hartmann, weil dadurch die Hüftgelenke geschädigt werden könnten.

Das gleiche gelte, wenn der Sitzsteg für das Baby zu schmal sei, so dass es abrutsche. Dann würden die Beinchen ebenfalls gestreckt.

|
Topics
Schlagworte
Panorama (29663)
Pädiatrie (8163)
Organisationen
BVKJ (411)
Personen
Wolfram Hartmann (266)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Gassen will den Gatekeeper vor Krankenhäusern

Ausschließlich ambulante Einrichtungen an Kliniken sollen nach dem Willen von KBV-Chef Andreas Gassen Patienten abfangen, die keiner stationären Behandlung bedürfen. mehr »

Wie gehen Ärzte mit vorinformierten Patienten richtig um?

Viele Mediziner reagieren ablehnend, wenn die Patienten nach Internetrecherchen mit Fragen zu ihnen kommen. Das ist der falsche Weg, so ein Praxisberater. Denn dies könne einer guten Compliance dienen. mehr »

Wie halten es die Deutschen mit dem Sonnenschutz?

Eine repräsentative Studie lässt aufhorchen: 7 von 10 jungen Deutschen haben mindestens einen Sonnenbrand pro Jahr. mehr »