Nordkorea: Zwei Drittel der Menschen hungern

SEOUL/PEKING (dpa). Rund zwei Drittel der 24,1 Millionen Nordkoreaner haben nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) nicht genug zu essen.

Veröffentlicht:

"16 Millionen Menschen sind weiter von chronischer Ernährungsunsicherheit, einer hohen Mangelernährungsrate und tiefwurzelnden wirtschaftlichen Problemen betroffen", sagte der zuständige UN-Landeskoordinator Jerome Sauvage am Dienstag in Peking.

Wegen der unzureichenden medizinischen Versorgung und Ausrüstung könnten Grundbedürfnisse der Menschen nicht erfüllt werden. Sauvage sprach von einer "langwierigen Krise".

Die Anstrengungen der UN seien darauf gerichtet, die Lage durch nachhaltige humanitäre Hilfe zu lindern, um kurz- und mittelfristige Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen. Das Hilfsprogramm für Nordkorea sei jedoch nach wie vor ernsthaft unterfinanziert, beklagte Sauvage.

Die Weltorganisation appellierte an die internationale Gemeinschaft, in diesem Jahr zusätzlich 198 Millionen Dollar (etwa 158,5 Millionen Euro) bereitzustellen, um auf "wichtige humanitäre Prioritäten" zu reagieren.

Von den Spenden in Höhe von 218 Millionen Dollar, um die die UN 2011 gebeten hatte, kamen den Angaben zufolge nur etwas mehr als ein Drittel zusammen.

Nordkorea ist weltweit einer der Staaten, die sich am stärksten vom Ausland isolieren. Nach einer Reihe von Naturkatastrophen und aufgrund der eigenen Misswirtschaft ist das Land seit vielen Jahren auf Nahrungshilfe von außen angewiesen.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Glosse

Die Duftmarke: Ärztecasting

Schärfere Strafen verabschiedet

Was Frankreichs neues Anti-Gewalt-Gesetz Ärzten wirklich bringt

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Gefährdete Senioren erkennen

Sturz auf Bodenhöhe: Wann droht eine Hirnblutung bei älteren Menschen?

Lesetipps
Rezeptunterschrift? Immer eigenhändig. Immer!

© detailblick-foto / stock.adobe.com

Bundessozialgericht

Rezeptunterschrift gestempelt: Internist drohen 1,24 Millionen Euro Regress

Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte

© Daniel Karmann/dpa

Stichtage rücken näher

Warum es sich für Praxen lohnt, vor dem 1. Oktober in die ePA einzusteigen