Ärzte Zeitung online, 25.06.2012

Timoschenko will nicht zum Prozess

KIEW (dpa). Unmittelbar vor Beginn eines neuen Prozesses hat die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ihre Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen verweigert.

In einem Schreiben an den staatlichen Gefängnisdienst der Ex-Sowjetrepublik berief sich die kranke Oppositionsführerin auf ein Gutachten des Neurologen Professor Karl Max Einhäupl von der Berliner Charité. Das teilte die Behörde am Montag mit.

Derweil hat das Gericht am Montag angeordnet, dass sich Timoschenko von einem Amtsarzt untersuchen lassen muss.

Mit dieser Entscheidung folgte der Richter beim zweiten Prozess gegen die 51-jährige Oppositionsführerin einem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Der Prozess wegen Steuerhinterziehung und Veruntreuung sollte um 9:00 Uhr deutscher Zeit beginnen. Einhäupl hatte die 51-Jährige am Vortag in einer Klinik in der Stadt Charkow untersucht und von einem Transport abgeraten.

Wegen der Vorwürfe aus ihrer Zeit als Chefin eines Energiekonzerns in den 1990er Jahren drohen Timoschenko zwölf weitere Jahre Haft. Der Richter hatte den umstrittenen Prozess bereits im Mai wegen Timoschenkos schlechtem Gesundheitszustand vertagt.

Sie war im Oktober 2011 in einem international kritisierten Prozess wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Straflager verurteilt worden.

Topics
Schlagworte
Panorama (30363)
Organisationen
Charité Berlin (2885)
Personen
Julia Timoschenko (44)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »