Ärzte Zeitung, 19.11.2012

Welttoilettentag

Am liebsten mit Anke Engelke aufs Klo

Wer faltet sein Klopapier, wer knüllt es lieber? Diese und andere Fragen haben zwei Klopapier-Hersteller in Umfragen anlässlich des Welttoilettentags gefragt.

Am liebsten mit Anke Engelke aufs Klo

TV-Star Anke Engelke ist bei deutschen Toilettengängerinnen äußerst beliebt.

© Jörg Carstensen / dpa

MANNHEIM/BERLIN. Wer faltet eigentlich sein Klopapier und wer knüllt es lieber? Und mit wem würden deutsche Frauen am liebsten zusammen auf die Toilette gehen?

Wer sich solche Fragen schon immer gestellt hat, bekommt dank der Papierindustrie pünktlich zum Welttoilettentag am 19. November die Antwort.

Rund 70 Prozent der Deutschen - und mehr Männer als Frauen - falten ihr Papier, bevor sie es benutzen. Bei den 30- bis 69-Jährigen ist diese Technik besonders beliebt.

Der typische Falter sei studiert, verheiratet und wohne meist in kleinen bis mittelgroßen Städten, hat eine Umfrage der Innofact AG für Zewa Soft (1037 Befragte zwischen 14 und 69 Jahren) ergeben.

Typische Knüller sind viel seltener (7,4 Prozent aller Befragten), ebenfalls meist männlich, im Schnitt zwischen 30 und 49 Jahre alt und versorgen als Besserverdiener eine ganze Familie.

Ältere Leute (50 bis 69) legen ihr Papier dagegen oft gerne sorgfältig Blatt für Blatt aufeinander. Jüngere Frauen (14 bis 29) wickeln es sich der Umfrage zufolge gern um die Hand.

Andere Marke, andere Frage: Mit welchem Promi würden deutsche Frauen am liebsten aufs Klo gehen? Die Top-Antworten aus dem Tempo-Hygiene-Check (beruhend auf 2525 Befragten): Anke Engelke (26 Prozent), gefolgt von Daniela Katzenberger (19 Prozent), der Queen, (zwölf Prozent), Angelina Jolie (zehn Prozent) und Veronica Ferres (neun Prozent). Bundeskanzlerin Angela Merkel landete auf Platz sechs (acht Prozent).

2,6 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sanitären Einrichtungen

Der Welttoilettentag wurde im Jahr 2001 ins Leben gerufen und hat eigentlich einen sehr ernsten Hintergrund. Der Tag soll an die katastrophalen hygienischen Zustände erinnern, die in vielen Regionen der Erde herrschen.

Fast jeder dritte Mensch hat keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen. Damit sind rund 2,6 Milliarden Menschen weltweit dieser mangelnden Hygiene ausgesetzt.

An deren Folgen und verschmutztem Wasser sterben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich 1,5 Millionen Menschen. Sanitäre Anlagen helfen, Wasserressourcen zu schonen, indem sie die Verschmutzung des Wassers unterbinden.

Eine Halbierung des Anteils der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser bis 2015 war eines der ehrgeizigen Millenniumsziele der Vereinten Nationen.

Vieles deutet darauf hin, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann (dpa/eb)

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