Samstag, 18. April 2015
Ärzte Zeitung, 25.01.2013

Schreikinder

Was hilft Eltern und Babys?

Bei Kindern mit exzessivem Schreien können Maßnahmen wie Ernährungsveränderungen oder Akupunktur helfen.

KÖLN. Wissenschaftler haben im Auftrag des DIMDI verschiedene Ansätze untersucht, die exzessives Schreien bei Kindern verringern sollen.

Zu den dabei betrachteten Schreiambulanzen finden sie keine Studiendaten, die deren Wirksamkeit nachweisen, wie das DIMDI mitgeteilt hat.

Für einzelne Maßnahmen jedoch belegten Studien positive Effekte: So könnten bestimmte Ernährungsveränderungen, Akupunktur oder psychologische Ansätze das Schreiverhalten verbessern.

Die Autoren fassen ihre Ergebnisse in einem HTA-Bericht zusammen (Health Technology Assessment, wissenschaftliche Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien). Für ihren Bericht identifizierten die Autoren 23 wissenschaftliche Studien.

Diese zeigen, dass unter anderem eine angepasste Ernährung das Schreien der Kinder reduziert.

Demnach halfen eine pflanzliche Mischung aus Fenchel, Kamille und Melisse, eine Fenchelsamen-Emulsion, allergenarme Kost, Kräutertee und Saccharose-Lösungen sowie ein Verzicht auf Kuhmilchprodukte. Auch für die Akupunktur weisen Studien positive Effekte nach. (eb)

Der vollständige Bericht ist abrufbar auf: www.dimdi.de

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Internisten-Kongress: Aufbruch in eine neue Ära

Molekulare Prinzipien im Fokus der Inneren Medizin: Was das für Diagnostik, Therapie und Arzt-Patienten-Beziehung bedeutet, wird auf dem DGIM-Kongress erörtert. Die "Ärzte Zeitung" twittert am Samstag live vom Geschehen. mehr »

Rückzug von Dr. Müller-Wohlfahrt: Der Druck auf Mannschaftsärzte steigt

Mit eigenwilligen Methoden war Dr. Müller-Wohlfahrt als Mannschaftsarzt vom FC Bayern jahrzehntelang erfolgreich - und umstritten. Jetzt hat er das Handtuch geworfen. Ein Experte sieht nun eine neue Ära in der Sportmedizin kommen. mehr »

Rauchen: Tabaksucht ist für die Gesellschaft teurer als gedacht

Rauchen verursacht in Deutschland weitaus höhere wirtschaftliche Schäden als bislang angenommen. Das zeigt eine jetzt vom Deutschen Krebsforschungszentrum veröffentlichte Studie. mehr »