Ärzte Zeitung, 09.07.2013

Baubeginn in Berlin

Gedenkort für Opfer der "Euthanasie"

BERLIN. An die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde wird künftig in einem neuen Gedenk- und Informationsort in Berlin erinnert. Am Montag begann der Bau auf dem Grundstück an der Tiergartenstraße 4, nördlich der Berliner Philharmonie.

An diesem Ort befand sich in den Jahren 1940/41 die Dienststelle, von der aus die Massenmorde an Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten organisiert wurden (Aktion "T4"). Ärzte waren maßgeblich an diesen Verbrechen beteiligt.

Der Bund unterstützt den Bau mit 500.000 Euro, das Land Berlin stellt das Grundstück zur Verfügung. Der Bundestag hat im November 2011 den Beschluss für den Gedenkort mit der Begründung gefasst, die NS-Morde an behinderten Menschen gehörten "in das kollektive Gedächtnis unserer Nation".

Geplant ist eine transparente, hellblaue 30 Meterl lange Glaswand. Verantwortlich für das Projekt sind die Stiftung Denkmal für die ermorderten Juden Europas und die Stiftung Topographie des Terrors. (fst)

Topics
Schlagworte
Panorama (30165)
Berlin (877)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »