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Magdeburg

Schachturnier wegen Noroviren-Verdacht abgebrochen

Noroviren haben die Teilnehmer eines Turniers in Magdeburg schachmatt gesetzt.

Veröffentlicht:

MAGDEBURG. Die Schach-Jugendmeisterschaften in Magdeburg sind wegen des Verdachts auf Noroviren-Infektionen abgebrochen worden. 30 Kinder hätten unter Durchfall und Erbrechen gelitten, sagte der Chef des Gesundheitsamtes, Eike Hennig, am Montag. Alles deute auf Noroviren hin.

Er habe das Turnier mit rund 500 Jugendlichen und 200 Betreuern deshalb am Sonntag für beendet erklärt und die Teilnehmer gebeten, die Heimreise anzutreten. Eigentlich sollte der Wettstreit bis Montag dauern.

Er war von der Deutschen Schachjugend organisiert worden. "Ein derartiger Meisterschaftsabbruch kam noch nie vor", teilte der Verband mit. Über die Wertung müsse noch entschieden werden.

Das Norovirus ist ein hoch ansteckender Erreger von meist schlagartig einsetzendem Durchfall und heftigem Erbrechen. Er verbreitet sich stark: Nach den Angaben des Statistischem Bundesamts wuchs die Zahl der stationär behandelten Fälle in Deutschland von einigen 100 im Jahr 2000 auf über 40.000 im Jahr 2011.

Eine ähnliche Häufigkeit erreicht das vor allem bei Eltern von Kleinkindern gefürchtete Rotavirus: Der Durchfallinfekt geht mit Erbrechen, Fieber und Bauchschmerzen einher. Weil die kleinen Patienten schnell viel Flüssigkeit verlieren, kann die Krankheit lebensbedrohlich verlaufen.

Labortests an fast 100.000 Stuhlproben der Jahre 2002 bis 2008 aus Süddeutschland wiesen über das ganze Jahr die verschiedensten Erreger nach. Noroviren treten vorwiegend zwischen September und April auf, Rotaviren zwischen Dezember und Juni. (dpa/eb)

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