Ärzte Zeitung, 15.01.2014

Umfrage

Männer wollen Beruf und Zeit für Familie

BERLIN. Väter in Deutschland sind hin- und hergerissen zwischen dem traditionellen Rollenbild als Familienernährer und dem neuen Idealbild des perfekten Vaters. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift "Eltern" hervor.

81 Prozent der befragten Männer sagten, dass ein guter Vater so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern verbringen sollte. Gleichzeitig wollen Väter auch im Beruf nicht zurückstecken. Für die Studie wurden über 1000 Väter und Stiefväter zwischen 20 und 55 Jahren befragt.

Demnach fühlt sich eine Mehrheit von 61 Prozent der Männer in der Verantwortung, ihre Familie zu ernähren. Die meisten Männer (89 Prozent) kommen diesem Anspruch nach, in dem sie Vollzeit arbeiten.

Für Teilzeitarbeit hat sich nur eine Minderheit von vier Prozent entschieden, andere studieren, sind in Elternzeit oder nicht berufstätig.Ein Drittel der abhängig beschäftigten Männer würde gern weniger arbeiten.

Geldverdienen - Arbeit für die Familie

Da sie den eigenen Vorstellungen vom perfekten Vater nicht immer gerecht werden, geraten Väter auch unter Druck: Mehr als die Hälfte hat das Gefühl, zu wenig Zeit für die Kinder zu haben.

Das Geldverdienen sei für Männer nicht zwangsläufig Selbstverwirklichung, sondern Arbeit für die Familie, betonte der Soziologe Thomas Gesterkamp.

Dabei steckten viele auch zurück: 39 Prozent der Väter sagten, sie hätten zu wenig Zeit für sich selbst. Dieser Aspekt werde in den Diskussionen um Vereinbarkeit von Beruf und Familie oft vernachlässigt.

Laut Gesterkamp sind viele Männer überfordert, die Ernährerrolle auszufüllen - auch wegen der ambivalenten Erwartungen mancher Frauen an Männer: "Am besten, du verdienst 10.000 Euro im Monat und bist schon mittags zu Hause." (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »