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Umfrage

Männer wollen Beruf und Zeit für Familie

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BERLIN. Väter in Deutschland sind hin- und hergerissen zwischen dem traditionellen Rollenbild als Familienernährer und dem neuen Idealbild des perfekten Vaters. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift "Eltern" hervor.

81 Prozent der befragten Männer sagten, dass ein guter Vater so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern verbringen sollte. Gleichzeitig wollen Väter auch im Beruf nicht zurückstecken. Für die Studie wurden über 1000 Väter und Stiefväter zwischen 20 und 55 Jahren befragt.

Demnach fühlt sich eine Mehrheit von 61 Prozent der Männer in der Verantwortung, ihre Familie zu ernähren. Die meisten Männer (89 Prozent) kommen diesem Anspruch nach, in dem sie Vollzeit arbeiten.

Für Teilzeitarbeit hat sich nur eine Minderheit von vier Prozent entschieden, andere studieren, sind in Elternzeit oder nicht berufstätig.Ein Drittel der abhängig beschäftigten Männer würde gern weniger arbeiten.

Geldverdienen - Arbeit für die Familie

Da sie den eigenen Vorstellungen vom perfekten Vater nicht immer gerecht werden, geraten Väter auch unter Druck: Mehr als die Hälfte hat das Gefühl, zu wenig Zeit für die Kinder zu haben.

Das Geldverdienen sei für Männer nicht zwangsläufig Selbstverwirklichung, sondern Arbeit für die Familie, betonte der Soziologe Thomas Gesterkamp.

Dabei steckten viele auch zurück: 39 Prozent der Väter sagten, sie hätten zu wenig Zeit für sich selbst. Dieser Aspekt werde in den Diskussionen um Vereinbarkeit von Beruf und Familie oft vernachlässigt.

Laut Gesterkamp sind viele Männer überfordert, die Ernährerrolle auszufüllen - auch wegen der ambivalenten Erwartungen mancher Frauen an Männer: "Am besten, du verdienst 10.000 Euro im Monat und bist schon mittags zu Hause." (dpa)

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