Ärzte Zeitung online, 18.12.2014

DAK-Umfrage

Das sind die Top-Vorsätze für 2015

Wenn Silvester naht, nehmen sich viele vor, im neuen Jahr einiges besser zu machen. Doch oft sind die guten Vorsätze schnell vergessen. Nur in Berlin ist das angeblich ein bisschen anders.

Das sind die Top-Vorsätze für 2015

Mehr Bewegung ist ein beliebter Vorsatz fürs neue Jahr.

© Maria P / fotolia.com

HAMBURG. Im neuen Jahr wollen die Menschen in Deutschland laut einer repräsentativen Umfrage vor allem Stress vermeiden und gesünder leben.

60 Prozent der vom Institut Forsa Befragten wollen ihr Leben stressfreier gestalten, wie die DAK-Gesundheit als Auftraggeber der Studie am Donnerstag in Hamburg mitteilte.

Auf Platz zwei und drei der guten Vorsätze folgen mit jeweils 55 Prozent mehr Sport und mehr Zeit für die Familie.

Mehr Zeit für sich selbst und Abnehmen

48 Prozent wollen sich mehr Zeit für sich selbst nehmen. Gesünder zu essen haben sich 48 Prozent vorgenommen, das Abnehmen haben 34 Prozent auf dem Zettel.

Sparsamer sein wollen 28 Prozent, jeweils 15 Prozent haben den Vorsatz, weniger fernzusehen oder online zu sein. Verzicht auf Alkohol oder Tabak erklärten 12 beziehungsweise 9 Prozent zu ihrem persönlichen Ziel für 2015.

Die Top Ten der guten Vorsätze wiederholen sich Jahr für Jahr, auch ihre Popularität schwankt nur wenig, wie aus den Befragungen der Vorjahre hervorgeht. Aber werden sie auch eingelöst?

Immerhin 39 Prozent der Befragten erinnerten sich, dass sie sich auch für 2014 etwas vorgenommen hatten. Gut die Hälfte von ihnen (52 Prozent) gab an, sich länger als drei Monate an die Vorsätze gehalten zu haben.

Als besonders konsequent gaben sich Berliner, von denen 64 Prozent in der Umfrage erklärten, mindestens ein Vierteljahr durchgehalten zu haben.

Auch die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern (62 Prozent) sowie die Thüringer (58 Prozent) attestierten sich einen starken Durchhaltewillen.

Schneller über den Haufen warfen Bremer, Niedersachsen und Rheinland-Pfälzer ihre guten Vorsätze. Nur jeweils knapp die Hälfte (48 Prozent) gab an, sie länger alsein Vierteljahr beachtet zu haben.

Nicht zu viel vornehmen

Wie man es 2015 besser macht? "Die ersten Erfolgsfaktoren sind schon das richtige Auswählen und Formulieren der guten Vorsätze", sagt die Psychologin Sabine Gregersen von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) in Hamburg.

Was man sich vornimmt, sollte direkt umsetzbar und messbar sein. "Gesünder leben beispielsweise ist viel zu allgemein", meint sie.

Besser wären Vorsätze wie "jeden Tag mindestens eine Portion Obst essen" oder "dreimal wöchentlich eine halbe Stunde joggen". (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »