Ärzte Zeitung online, 04.03.2015

Maximal sechs Teelöffel

WHO veröffentlicht neue Zucker-Richtlinie

GENF. Sechs Teelöffel Zucker aus Cola, Ketchup, Tiefkühl-Pizza oder anderen verarbeiteten Lebensmitteln täglich - mehr sollten es laut WHO im Mittel nicht sein, wenn man gesund leben will.

Mit dieser am Mittwoch in Genf veröffentlichten neuen Zucker-Richtlinie hofft die Weltgesundheitsorganisation, die global zunehmenden Probleme durch Übergewicht eindämmen zu können.

Zwar hebt die WHO ihre bisherige Obergrenze der Zucker-Schädlichkeit durch verarbeitete Lebensmittel von zehn Prozent der täglich konsumierten Kalorien pro Person nicht auf.

Jedoch empfiehlt sie nun, diese möglichst auf fünf Prozent zu senken. Das entspricht etwa 25 Gramm oder sechs Teelöffeln.

"Das Risiko von Übergewicht, Fettsucht und Karies wird reduziert, wenn die Zuckereinnahme unter 10 Prozent liegt", sagte WHO-Experte Francesco Branca.

Die WHO-Richtlinie bezieht sich nicht auf den natürlichen, in frischem Obst oder in Milch vorkommenden Zucker.

Es gebe keine Beweise, dass dieser schädlich wäre. Verarbeitete Lebensmittel hingegen sind laut WHO oft "Zuckerbomben": In einer Dose mit gesüßter Limonade könnten allein schon 40 Gramm Zucker stecken, warnen die Experten.

Und schon ein Esslöffel Ketchup enthalte oft einen Teelöffel Zucker. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

"GOÄ-Novelle bis Ende 2017 ist sportliches Ziel"

Wann kommt die neue GOÄ? Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" verrät GOÄ-Verhandlungsführer Dr. Reinhard genaueres. mehr »

"Harte Hand" schadet dem Schulerfolg

Den Lebenswandel eines Kindes kann ein sehr strenges Elternhaus negativ beeinflussen, belegt eine Studie. mehr »