Ärzte Zeitung online, 09.03.2015

Uniklinik Göttingen

Tiere auf der Palliativstation

Das Universitätskrankenhaus Göttingen ermöglicht es Patienten der Palliativmedizin, geliebte Haustiere mit ins Krankenzimmer zu nehmen. Eigentlich ist das aus Hygienegründen tabu.

Tiere auf der Palliativstation

Geliebtes Haustier: Auf der Palliativstation der Uniklinik Göttingen sind Tiere erlaubt.

© Galina Barskaya / fotolia.com

GÖTTINGEN. Das Universitätskrankenhaus Göttingen erlaubt Patienten der Palliativmedizin, geliebte Haustiere mit ins Krankenzimmer zu nehmen.

Die Tiere erfüllten eine wichtige Funktion bei der emotionalen Unterstützung und dienten auch als Ruhepole, sagte der Direktor der Klinik für Palliativmedizin, Friedemann Nauck.

"Es ist eine tolle Möglichkeit, die Liebsten - und dazu gehören auch Tiere - um sich zu haben."

In Krankenhäuser ist das meist die Ausnahme: Aus Hygienegründen sind Haustiere für Patienten in der Regel tabu.

Ein Fall aus Israel hatte kürzlich viel Beachtung gefunden: In Tel Aviv hatte eine Klinik einem Patienten erlaubt, seine Mischlingshündin mit ins Bett zu nehmen.

Das Tier hatte sich geweigert, sein krankes Herrchen alleinzulassen. (dpa)

|
[11.03.2015, 19:16:57]
Arno Günther 
Von wegen Keimbelastung
Dass Hunde in ihrem Maul weniger und vor allem ungefährlichere Keime für den Menschen haben, ist wissenschaftlich erwiesen.
Ich gehe sogar so weit, dass ich behaupte, dass viele Hunde weniger Keime an ihrem Po haben als manche Menschen im Mund.
MfG
Arno Günther zum Beitrag »
[10.03.2015, 09:24:23]
Armin Schwickardi 
Was passiert mit "übriggebliebenen" Tieren?
Sehr schöner Ansatz für die Patienten!
Würde mich wirklich interessieren wie die Klinik den weiteren Verbleib der verwaisten Lieblinge regelt.
Werden die Mitarbeiter zum ausgelagerten Tierheim? Oder müssen Sie ihr Herz verhärten und die Tiere nachher ins Tierheim überstellen?
Ich hätte damit ein grösseres Problem und wäre in der Gefahr zum Animal Horder zu werden!
mfg
Armin Schwickardi zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Unterquoten bei Internisten denkbar

GBA-Chef Hecken hat im Interview mit der "Ärzte Zeitung" erste Neuerungen in der künftigen Bedarfsplanung verraten. Auch spricht er darüber, wie Ärzte über die Wirtschaftlichkeit einer Verordnung informiert werden sollen. mehr »

Blutzuckersenker mit eingebautem Herzschutz

Neue Antidiabetika sorgen für Furore, weil sie neben Blutzucker auch das Herztodrisiko senken. Sind sie eigentlich noch als Antidiabetika zu bezeichnen oder sind es nicht eher Herzmedikamente mit Blutzuckersenkung als erfreulichem Begleiteffekt? mehr »

Wenn ein Hausbesuch angefordert wird

Die Ehefrau eines Patienten ruft in der Praxis an und bittet den Arzt um einen Hausbesuch, da der Patient nicht in die Praxis kommen könne. Wie lässt sich diese telefonische Anfrage korrekt abrechnen? Unser Abrechnungsexperte klärt auf. mehr »