Ärzte Zeitung online, 30.12.2015

Silvester

Gefahr durch Knaller und Raketen

Vorsicht, explodierende Feuerwerkskörper! Alle Jahre wieder kommt es in der Silvesternacht zu schweren Unfällen.

NEU-ISENBURG. Die Deutsche Tinnitus-Liga warnt vor Gehörschäden durch Silvesterknaller. Sie rät Menschen jeden Alters, sich von Knallern und Raketen fernzuhalten und die Ohren zu schützen.

"Es sind leider besonders oft Kinder und Jugendliche von Knalltraumen durch Silvesterknaller betroffen", sagt Liga-Geschäftsführer Michael Bergmann. "Dabei werden männliche Personen dreimal so oft verletzt wie weibliche."

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) erleiden jedes Jahr rund 8000 Menschen eine Verletzung des Innenohres durch explodierende Feuerwerkskörper.

Betroffene können bestimmte hochfrequente Töne nicht mehr wahrnehmen. Mitunter spüren sie stechende Schmerzen im Ohr, Schwindel, und das Ohr fühlt sich verstopft an.

In einer Nähe von weniger als zwei Metern wirken bei explodierenden Feuerwerkskörpern etwa 25 Millisekunden lange Schallimpulse. Sie erreichen Spitzen von bis zu 160 Dezibel (dB) Schalldruckpegel, Schreckschusspistolen sogar über 180 dB.

Wer zum Jahreswechsel nicht auf besondere Effekte verzichten mag, kann auf Leuchtfeuerwerke ausweichen, empfiehlt etwa die Europäischen Union der Hörgeräteakustiker.

Im Fachhandel gebe es auch Knallkörper, die speziell als "leises Feuerwerk" gekennzeichnet seien. (eb/fuh)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Die GOÄ-Debatte in 3 Videos

Grünes Licht für neue Verhandlungen: Der Ärztetag hat die Hürden für die GOÄ-Reform beseitigt. Alle wichtigen Standpunkte und Reaktionen in unseren drei Videos. mehr »

Die 24 schönsten Bilder vom Ärztetag 2016

Im Fokus: Unsere Fotograf hielt den Ärztetag in Bildern fest. Die schönsten Schnappschüsse haben wir für Sie zusammengestellt. mehr »

Neuer Schwung für Reformdebatte

Die Allgemeinmedizin muss im Rahmen einer Reform des Medizinstudiums nicht zwingend ein Pflichtfach im PJ werden. Mit einem Kompromiss will DEGAM-Präsident Gerlach den gordischen Knoten im Streit um den Masterplan 2020 durchschlagen. mehr »